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Noch stehen nur ein paar Mauern, aber ab November sollen hier Dressurpferde ausgebildet werden.
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Noch stehen nur ein paar Mauern, aber ab November sollen hier Dressurpferde ausgebildet werden.

Dreieich

Ein exklusiver Pferdehof entsteht

  • Annette Schlegl
    VonAnnette Schlegl
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Der belgische Grand-Prix-Reiter Carl Cuypers baut einen großen Reiterhof in der Rosenau zwischen Sprendlingen und Buchschlag. Noch ist von dem Pferde-Paradies allerdings wenig zu sehen. Doch schon Anfang November sollen die ersten Tiere in die exklusive Anlage einziehen können.

In Pferdesport-Kreisen ist Dreieich längst ein Begriff. Der Weltklasse-Dressurreiter und Olympiasieger Josef Neckermann, Vierspännerweltmeister Michael Freund, der renommierte Dressurtrainer Conrad Schumacher und die olympische Silbermedaillengewinnerin Ellen Bontje – allesamt haben oder hatten hier eine Heimat gefunden. Bald kann sich die Stadt mit einem weiteren Namen rühmen: Der belgische Grand-Prix-Reiter Carl Cuypers baut in der Rosenau zwischen Sprendlingen und Buchschlag einen Reiterhof.

Noch ist von dem exklusiven Projekt wenig zu sehen: Lediglich ein paar frisch gemauerte Ziegelwände künden davon, dass am Ende der Rosenaustraße ein Pferde-Paradies entstehen soll. Vor drei Wochen begannen die Bauarbeiten auf dem Gelände, das die Gärtnerei Rosenau Anfang der 80er-Jahre aufgegeben hat. Seitdem ist es zur Brache verkommen. Heruntergekommene Gebäude, Uralt-Gewächshäuser mit eingeschlagenen Scheiben, jede Menge Müll und Unrat mussten erst einmal beseitigt werden. „Wir haben den Boden beproben lassen“, erklärt Architekt Stefan Seuß aus Darmstadt. Eine Verunreinigung sei Gott sei Dank nicht festgestellt worden.

Der größte Bau auf dem 10 000 Quadratmeter großen Areal ist dreigliedrig. An die 60 mal 20 Meter große Reithalle – Bewegungshalle genannt – grenzt ein Funktionsgebäude an mit einer Sattelkammer, Trainingsgeräten für Pferde, aber auch Präsentationsräumen für Käufer. Daran schließen sich die Stallungen mit insgesamt 22 Boxen an. Derzeit entsteht eine Maschinenhalle, und auch eine Führhalle mit einer automatischen Führanlage ist geplant. Ein Betriebsleiterhaus, in das Cuypers selbst einziehen wird, komplettiert das Ensemble. Der 35-jährige Dressurreiter kümmert sich derzeit noch um eine Stallung in der Nähe von Aschaffenburg, wird aber zukünftig nur noch in der Rosenau tätig sein.

Anfang November sollen die ersten Pferde auf dem „Hofgut Rosenau“ einziehen. Investor ist ein bekannter Unternehmer: Hans Nolte, Mitinhaber der in Dreieich ansässigen Hahn Air, der auch den SC Hessen Dreieich finanziell unterstützt.

„Das wird keine Nullachtfünfzehn-Anlage“, sagt der Architekt. „Hier werden sehr hochwertige Tiere ausgebildet und dann verkauft; entsprechend wird auch gebaut.“ Turniere gibt es dort nicht, genauso wenig wie einen Reitschulbetrieb. Generalunternehmer ist die Firma Viebrock, die sich auf den Bau von Reitanlagen spezialisiert hat.

Der Reiterhof grenzt im Norden an die Baierhansenwiesen und im Süden an den Fußweg am Hengstbach. Deshalb hat sich das Architekturbüro auch mit einem Artenschutz-Gutachter zusammengesetzt. „Wir haben geschaut, ob Tiere auf dem Gelände umgesiedelt werden müssen“, sagt Seuß. Am Ende des Areals fanden sich Mauer-Eidechsen, deshalb wurde dieser Bereich von der Bautätigkeit ausgenommen. Für die Eidechsen soll nun ein eigenes kleines Gemäuer gebaut werden. Auch mit der Hessischen Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz liefen Gespräche, da sich der Reiher am nahegelegenen Weiher angesiedelt hat.

Da der neue Reiterhof im Außenbereich gebaut wird, für den kein Bebauungsplan vorliegt, musste der Bauherr eine Privilegierung nachweisen. „Diese Privilegierung bekommt ein landwirtschaftlicher Betrieb nur, wenn er auf wirtschaftlichen Beinen steht“, erklärt Seuß. Deshalb musste eine Prognose aufgestellt werden, wie sich die Reitanlage rechnet. Erst dann gab das Bauamt der Stadt Dreieich das Okay.

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