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Die verstorbene Elisabeth Kötter aus Zeppelinheim konnte faszinierend von ihren Fahrten im Luftschiff erzählen.

Neu-Isenburg

Neu-Isenburg: Erinnerungen an eine der letzten Zeppelinerinnen

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Rüdiger Marmulla aus Neu-Isenburg schreibt ein Buch über Elisabeth Koetter, die faszinierende Berichte aus ihrer Kindheit geben konnte.

Elisabeth Koetter war eine faszinierende Frau. Die Zeppelinheimerin, die 2015 im Alter von 91 Jahren starb, war eine der letzten Zeitzeuginnen, die noch mit den legendären Luftschiffen gereist ist. Ihr Vater Karl Rösch war einer der leitenden Ingenieure des Grafen Zeppelin am Bodensee, die Familie kam so in den damals luxuriösen Genuss mehrerer Zeppelinfahrten. Koetter konnte faszinierend erzählen, nicht nur von den Fahrten im Zeppelin, sondern auch vom Leben als Kind in Brasilien, wo ihr Vater arbeitete.

Jetzt hat der Neu-Isenburger Rüdiger Marmulla ein Buch über diese Zeit der jungen Elisabeth in Brasilien geschrieben. Verfasst hat Marmulla es für die Kinder eines Freundes. „Das Himmelsschiff“ beruht auf vielen Gesprächen mit der Seniorin, die Marmulla noch als glänzende Erzählerin kennenlernen durfte. Zudem hat er im Archiv des Friedrichshafener Zeppelinmuseums recherchiert, sich aber auch einige literarische Freiheiten genommen, etwa einen Jungen erfunden, mit dem sich das Mädchen über das Leben in Rio de Janeiro und die Fahrt im Luftschiff austauscht. Entstanden ist kein Sachbuch, sondern eine Erzählung aus der Sicht einer Zehnjährigen in vielen kurzen Kapiteln.

Aktuell verhandelt der Zahnmediziner, der bereits mehrere Bücher veröffentlicht hat, mit einem Verlag. Immerhin hat Albrecht Graf von Brandenstein-Zeppelin, Urenkel des Erfinders, das Vorwort beigesteuert.

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