Neu-Isenburg

Entlastung für den Knotenpunkt

Lösungsvorschläge für Carl-Ulrich-, Siemens- und Schleussnerstraße.

Die Stadt Neu-Isenburg hat untersuchen lassen, wie der Verkehrsfluss am Knotenpunkt Carl-Ulrich-Straße/Siemensstraße/Schleussnerstraße verbessert werden kann. Hintergrund ist die Eröffnung der Nordspange Dreieich und die damit verbundene Abhängung der Neuhöfer Straße. Dadurch fließt nun ein großer Teil des Verkehrs über die Rathenaustraße.

Laut einer verkehrstechnischen Untersuchung im April 2012 stieg die Belastung für die Rathenaustraße um 3200 Kraftfahrzeuge in 14 Stunden, eine Erhöhung um rund 40 Prozent. Dadurch nahm auch der Verkehr an besagtem Knotenpunkt zu. Gemeinsam mit einem Ingenieurbüro wurden nun Lösungsmöglichkeiten untersucht und geprüft, zwei Varianten werden nun dem Bauausschuss und den Stadtverordneten am morgigen Mittwoch vorgestellt.

„Der Magistrat empfiehlt eine Variante, die die Einrichtung einer Einbahnstraßenregelung in der Schleussnerstraße zwischen der Siemensstraße und der Zufahrt zum Rewe-Markt vorsieht“, teilen Bürgermeister Herbert Hunkel und erster Stadtrat Stefan Schmitt mit. Dies bedeute, dass die Ausfahrt aus der Schleussnerstraße am Knotenpunkt mit der Carl-Ulrich- und der Siemensstraße unterbunden werde. Die Einfahrt in die Schleussnerstraße soll dagegen weiter möglich sein.

Vorteil dieser Variante sei, dass mit der Teilsperrung der Schleussnerstraße auf eine Grünphase verzichtet werden und diese Fahrzeit den überlasteten Zufahrten zugeteilt werden könne. Auch lasse sich diese Regelung kurzfristig realisieren, die Umsetzung wäre nach Beendigung der aktuellen Bauarbeiten am Knotenpunkt Carl-Ulrich-Straße/Hugenottenallee Ende 2013 möglich. Die geschätzten Kosten würden bei rund 60000 Euro liegen, teilt die Stadtverwaltung mit.

Eine Vollsperrung der Schleussnerstraße zwischen der Siemensstraße und der Zufahrt des Rewe-Markts schlagen die Verkehrsplaner des Ingenieurbüros als zweite Variante vor. So sei die Einfahrt in die Schleussnerstraße nicht mehr möglich. Die Erreichbarkeit des Gewerbegebiets Süd soll über einen Durchstich von der Carl-Ulrich-Straße über die Gleise hinweg zwischen der Brunnenstraße und Goethestraße gewährleistet sein.

Die Verbesserungen für den Verkehrsablauf sind laut Verwaltung etwa gleich, die Kosten würden für diese Variante rund 107000 Euro betragen. Der Magistrat empfiehlt aus Kostengründen deshalb zunächst die Einrichtung einer Einbahnstraßenregelung zwischen der Siemensstraße und der Zufahrt des Rewe-Markts – eine spätere Erweiterung in Variante 2 sei dann bei Bedarf problemlos möglich. (sia.)

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