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Die Stadt Rodgau will Stadtwerke-Tochter gründen.
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Die Stadt Rodgau will Stadtwerke-Tochter gründen.

Energieversorgung

Mit Energie Geld verdienen

  • Christoph Manus
    VonChristoph Manus
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Der Magistrat der Stadt Rodgau will eine Stadtwerke-Tochter gründen. Sie könnte "Rodgau-Energie" heißen und soll mit Energieversorgern Netzgesellschaften aufbauen. Im Erfogsfall brächte das bares Geld ein.

Die Stadt Rodgau will sich künftig am Betrieb des Strom- und Gasnetzes beteiligen. Dazu schlägt der Magistrat den Stadtverordneten vor, zu Beginn des kommenden Jahres eine Stadtwerke-Tochter zu gründen. Ziel ist es, dass diese Gesellschaft, die Stadtwerke Rodgau Energie heißen soll, gemeinsam mit Energieversorgern über die Gründung von Netzgesellschaften verhandelt und im Erfolgsfall die Anteile an diesen hält.

Bisher gehört das Stromnetz in Rodgau bis auf den Stadtteil Nieder-Roden der Energieversorgung Offenbach (EVO). Das Gasnetz gehört inzwischen komplett der Maingau Energie. Schon Ende des Jahres 2011 aber hat das Stadtparlament den Magistrat beauftragt, die Weichen für eine Kommunalisierung der Netze zu stellen. Die Stadt will diese den Versorgern allerdings nicht abkaufen, sondern sich nur am Betrieb der Netze beteiligen, stellt Bürgermeister Jürgen Hoffmann (SPD) klar.

Für die Investition in das Strom- und Gasnetz erhielte die Stadtwerke-Tochter dauerhaft einen Teil des Netznutzungsentgelts. Sei die Stadt über die Gesellschaft an den Netzen beteiligt, habe sie zudem mehr Steuerungsmöglichkeiten als bislang, sagt Hoffmann im Gespräch mit der Frankfurter Rundschau.

Stadtwerke sparen jährlich rund 80 000 Euro

Mit der EVO laufen nach seinen Angeben bereits vorbereitende Gespräche. In dem im Jahr 2010 geschlossenen Konzessionsvertrag hat sich diese auf Wunsch der Stadt verpflichtet, jederzeit in ernsthafte Verhandlungen über die Gründung einer gemeinsamen Gesellschaft für den Betrieb des Stromversorgungsnetzes im Vertragsgebiet einzutreten. Falls die Partner eine solche Gesellschaft gründen, endet der Konzessionsvertrag, und die EVO hat mindestens den Wegenutzungsvertrag in die Gesellschaft einzubringen.

Ein ähnlicher Passus steht laut Hoffman auch im Konzessionsvertrag mit der Maingau Energie. Zunächst soll aber nach seinen Angaben das Stromnetz im Fokus stehen.

Die eigentlichen Verhandlungen mit der EVO wird lauf Hoffmann die neue Stadtwerke-Tochter führen. In diesen werde es unter anderem darum gehen, sich zu einigen, wie hoch der Wert des Netzes angesetzt wird.

Als Erfolg wertet der Magistrat, dass die Stadtwerke inzwischen ohne Dritte Strom einkaufen und an die eigenen Liegenschaften liefern dürfen. Auf diese Weise sparten sie rund 80 000 Euro im Jahr. Mit etwa 15 000 Euro jährlich schlage zu Buche, dass die Stadtwerke mit einer Photovoltaikanlage selbst Energie für die Kläranlage produzieren. Für dieses Jahr sei zudem ein neues Blockheizkraftwerk für die Kläranlage geplant.

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