+
Flüchtlinge pflanzen einen Baum.

Zuwanderung

Egelsbach: Ein Baum für die Integration

  • schließen

Zehn syrische Flüchtlinge und drei Deutsche spenden in Egelsbach gemeinsam einen Ahorn. Mit der Baumpflanzung wollen die Flüchtlinge zeigen, dass sie ein Teil von Egelsbach geworden sind.

Ein Baum als Zeichen der Verbundenheit und als Zeugnis gelungener Integration: Zehn Flüchtlinge haben am Montagnachmittag zusammen mit drei Deutschen vor dem Egelsbacher Bürgerhaus in der Kirchstraße einen Baum gepflanzt, den sie aus eigener Tasche bezahlt haben. Der Ahorn ist Teil der Aktion „100 Bäume für Egelsbach“, die die evangelische Kirche Ende September ins Leben gerufen hatte.

Die Baumspender gehören allesamt dem syrisch-deutschen Freundeskreis an, der aus einem Sprachcafé für Flüchtlinge hervorgegangen ist. Michael Sarnecki, Gemeindevertreter der Grünen, hatte das Sprachcafé vor vier Jahren initiiert, weil seine Mutter ebenfalls eine Geflüchtete war. Flüchtlinge und Egelsbacher sollten sich so kennenlernen, die Flüchtlinge sollten Gelegenheit erhalten, Deutsch zu sprechen. Mittlerweile ist aus dem Sprachcafé ein syrisch-deutscher Freundeskreis geworden, der sich weiterhin trifft – wenn auch nicht mehr wöchentlich wie früher.

Mit der Baumpflanzung wollten die Flüchtlinge nun zeigen, dass sie ein Teil von Egelsbach geworden sind. Der Ahorn solle dafür stehen, dass sie in der Gemeinde Gutes beitragen wollen und können, erklärte der syrische Laborarzt Faris Almousa in einer kurzen Ansprache. Er bereitet sich gerade auf seine deutsche Approbation vor. „Es wäre schön, wenn wir hier unsere neuen Wurzeln wachsen lassen könnten“, sagte er.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare