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DuPont stärkt zentralen Standort

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Die Geschäfte laufen gut,  neue  Mitarbeiter werden gesucht.
Die Geschäfte laufen gut, neue Mitarbeiter werden gesucht. © Rheker

Der amerikanische Konzern DuPont wird an seinem Traditionsstandort in Neu-Isenburg bis Ende nächsten Jahres zwölf Millionen Euro investieren. Außerdem werden 60 neue Arbeitsplätze geschaffen.

Von Achim Ritz

Eine moderne Verpackungsanlage für Druckplatten und in eine neue Produktionslinie für sogenannte flexografische Zylinder sind geplant. Die Zahl der Arbeitsplätze soll von derzeit 440 auf mindestens 500 erhöht werden. Überhaupt nimmt die Deutschland-Zentrale von DuPont in Neu-Isenburg aufgrund ihrer Lage und Verkehrsanbindung nach Darstellung des Geschäftsführers Hans-Jürgen Huber quasi als Brückenbauerin zwischen Amerika und Asien eine immer wichtigere Rolle ein.

Der Bau der von Robotern gesteuerten Verpackungsanlage und die neuartige Zylinderproduktion „sind sehr konjunktursichere Investitionen“, sagt Geschäftsführer Huber. Durch die automatisierte Verpackung der lichtsensiblen Fotoplatten für Druckereien – die Herstellung soll noch in diesem Jahr so richtig anlaufen – werde die Kapazität um 25 Prozent gesteigert. Mit der geplanten Produktion der zylindrischen Flexoplatten werde in den Betrieben viel Zeit bei der Montage an den Druckmaschinen gespart. Auf Basis einer Platte, egal ob rund oder gerade, können laut DuPont rund eine Million Verpackungen bedruckt werden.

Das neue Produkt wurde nach Auskunft von Hans-Jürgen Huber in Neu-Isenburg erforscht und entwickelt. Zunächst sei die Zylinder-Produktion in Isenburg für zwei Jahre vorgesehen, dann entscheide sich, je nachdem, wo in der Welt der Großteil der Kunden sitze, wo die geformten Platten künftig hergestellt werden. Geschäftsführer Huber ist zuversichtlich, dass Isenburg das Rennen macht, auch weil dort ja schon viel für die Zylinder investiert worden sei.

25 Jahre in der Stadt

Die für die Stadt guten Nachrichten des Gewerbesteuerzahlers passen zum Geburtstag des Unternehmens. DuPont hatte vor 50 Jahren die erste deutsche Tochtergesellschaft gegründet. Auch am Standort Neu-Isenburg gibt es dieses Jahr ein Jubiläum. Vor einem Vierteljahrhundert begann die Firma mit der Produktion der flexografischen Druckplatten. 1962 übernahm DuPont die Adox Fotowerke Schleussner-Gesellschaft, die aber 1990 verkauft wurde. Das Agfa-Werk wurde 1999 geschlossen, 650 Arbeitsplätze verschwanden.

Bei DuPont brummt das Geschäft. Im ersten Quartal des Jahres gab es laut Huber einen Rekordumsatz von zehn Milliarden US-Dollar. Der Nettogewinn wuchs um 27 Prozent auf 1,4 Milliarden Dollar.

Neu-Isenburg ist heute einer von weltweit zwei DuPont-Produktionsstandorten für Druckplatten. Außerdem sind in der Hugenottenallee und an der neuen DuPont-Straße ein Technologiezentrum für Anwendungen, Entwicklung und Training angesiedelt. Ganz Europa wird mit der Ware aus Neu-Isenburg beliefert.

DuPont möchte sich laut Huber noch stärker für die örtliche Stiftung Jugend und Beruf engagieren. Huber sitzt dort im Vorstand. Erfahrene Mitarbeiter von DuPont und Ehemalige sollen Schüler bei der Berufsvorbereitung fördern und die Stiftung mit Spenden unterstützt werden.

Die Hilfe für Jugendliche koordiniert Klaus-Peter Martin vom Jugendbüro. Er hat gute Nachrichten für alle, die einen Ausbildungsplatz suchen. Neu-Isenburger Firmen hätten derzeit 261 freie Plätze gemeldet. „Das ist ein Rekord.“

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