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Feuerwehr im Einsatz. (Symbolbild)

Brand

Toter bei Kellerbrand in Dreieich

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Ein Kurzschluss in einem Wasserkocher löst in einer Kellerwohnung ein Feuer aus.

Löschschaum, Ruß an der Hausmauer und auf dem Boden verteilte, klatschnasse Kleidungsstücke vor dem Kellereingang weisen den Weg zu einem Unglück, das am frühen Dienstagmorgen im Dreieicher Stadtteil Sprendlingen ein Menschenleben gekostet hat. 

Wie die Kripo ermittelte, hat ein Kurzschluss in einem Wasserkocher zu einem Feuer in einer Kellerwohnung in einem Gewerbe-Wohnhaus-Komplex an der Eisenbahnstraße geführt. Zwei Einsatzstreifen der Polizei, die gegen 4.15 Uhr noch vor der Feuerwehr am Brandort eintrafen, hatten versucht, den bereits leblosen Mann aus der brennenden Wohnung zu bergen. Sie mussten ihren Rettungsversuch aber wegen der großen Hitze und der Rauchentwicklung aufgeben. Dann drangen fünf Trupps der Feuerwehr unter schwerem Atemschutz in den Keller vor, konnten den Bewohner aber nur noch tot bergen. In einer ersten Pressemitteilung hieß es, der Tote sei 26 Jahre alt. Dann ergaben sich aber Widersprüche zu seinem Alter und es wurde eine Obduktion angeordnet. Laut Polizei zahlte er zwar Miete für die Wohnung, war dort aber nicht gemeldet. 

Einer der vier Polizisten und die Bewohnerin einer darüber liegenden Wohnung erlitten Rauchgasvergiftungen und wurden deshalb ins Krankenhaus eingeliefert. Den Schaden beziffert die Polizei auf rund 75 000 Euro.

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