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Auch in St. Stephan in Dreieich- Sprendlingen läuten von Freitagabend an täglich um 18 Uhr die Glocken.  

Kreis Offenbach

Verbindende Glocken im Kreis Offenbach

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Die katholischen Kirchen im Kreis Offenbach läuten während der Corona-Krise von Freitag an abends als Zeichen der Gemeinschaft.

Auch Gottesdienste sind zurzeit wegen des sich rasch vermehrenden Corona-Virus verboten worden, kirchliche Aktivitäten sind fast gänzlich eingestellt. Für viele Gläubige bedeutet das einen Bruch mit allen Traditionen. Die katholischen Dekanate Dreieich, Rodgau und Seligenstadt reagieren darauf mit einer gemeinsamen Initiative, die den Gläubigen das Gefühl geben soll, auch in Krisenzeiten zwar notgedrungen in Isolation zu sein, aber dennoch nicht alleingelassen zu werden.

Von kommenden Freitag, 20. März, an wollen alle katholischen Gotteshäuser täglich um 18 Uhr die Glocken läuten. Gemeinschaft sei für Christen ein zentrales Element des Glaubens, die Einschränkung sozialer Kontakte jedoch Gebot der Stunde, wie Dekanatsreferentin Carola Simon aus Dreieich betont.

Von ihr stammt die Idee des gemeinsamen Glockenläutens, die damit die alte Tradition des Angelus-Gebets wieder aufgreift. Seit vielen Jahrhunderten betet die Kirche zu bestimmten Zeiten. Hierzu gehören das um 6, 12 und 18 Uhr eingeläutete Gebet der Katholiken und das Vaterunser-Läuten der evangelischen Kirche.

Die katholischen Gemeinden in den drei Dekanaten wollen laut Simon mit dem Angelusläuten religions- und konfessionsunabhängig Solidarität mit den Menschen und Verbundenheit zeigen in einer Zeit, in der Sozialkontakte einschränken würden und keine Gottesdienstfeier möglich seien. 

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