Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Dreieich Jugendforum

400 Teenager bekommen bald Post

  • Annette Schlegl
    VonAnnette Schlegl
    schließen

Das Jugendforum in Dreieich soll auf neue Beine gestellt werden. Ein Zufallsgenerator soll 14- bis 17-Jährige aus allen Stadtteilen auswählen, die dann mit der Bitte um Mitarbeit im Jugendforum angeschrieben werden.

Wie kann man die Interessen von Jugendlichen in der örtlichen Politik abbilden und sie kommunalpolitisch teilhaben lassen? Diese Frage beantwortet die Stadt Dreieich künftig neu. Die städtische Kinder- und Jugendförderung baut das Jugendforum um; das Gremium wird ein anderes Gesicht erhalten. Ein Zufallsgenerator soll 14- bis 17-Jährige aus allen Stadtteilen auswählen, die dann mit der Bitte um Mitarbeit im Jugendforum angeschrieben werden.

Schon seit Jahren ist das Jugendforum in Dreieich eine Institution. Im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung besteht für Jugendliche die Gelegenheit, ihre Meinung zu jugendrelevanten Themen zu äußern und mit Politikerinnen und Politikern ins Gespräch zu kommen. Anfangs wurde das Jugendforum jährlich durchgeführt, in den letzten Jahren fand es zweijährig statt, da einige angestoßene Projekte – wie der Bikepark und die Skateranlage – sehr viel Zeit in Anspruch nahmen.

Dass die Beteiligung der Jugendlichen an den letzten beiden Jugendforen stark nachgelassen hat, gab, so Achim Wolf von der Kinder- und Jugendförderung, den Ausschlag für eine Neukonzeption. Grundlage bildet das „Youth Citizens Jury“-Konzept, das Demokratie durch einige für alle per Zufall beinhaltet. „Das Modell ist nicht neu erfunden“, sagt Wolf. „Die evangelische Kirche in Nordrhein-Westfalen praktiziert es schon erfolgreich.“

Mit Videofilm dokumentiert

Rund 400 Dreieicher im Alter von 14 bis 17 Jahren sollen per Zufallsgenerator über das Bürgerbüro in der Einwohnermeldedatei ausgewählt werden. Die Kinder- und Jugendförderung hofft auf 25 bis 30 positive Rückmeldungen. Diese Gruppe von Jugendlichen erarbeitet ein Gutachten oder einen Entwurf zur Jugendpartizipation, der dann den städtischen Gremien zur Beratung und Beschlussfassung vorgestellt wird.

Die Mitarbeiter der Kinder- und Jugendförderung formulieren im Vorfeld die Aufgabenstellung für das zu erstellende Jugendgutachten. „Die Jugendlichen können ein Ziel für Dreieich präferieren, können aber auch eigene Ideen entwickeln und eigene Ziele definieren“, erklärt Wolf. Am Ende soll ein tragfähiges Modell für die Jugendpartizipation in Dreieich stehen.

Das erste Treffen ist am 5. und 6. Juli im Stadtverordnetensitzungssaal geplant, und zwar mit Moderatoren von der Kinder- und Jugendförderung. Dann geht es in Kleingruppen, verteilt auf vier bis fünf Räume im Rathaus, an die Arbeit – ohne die Begleitung von Erwachsenen. Die Jugendlichen sollen lernen, sich in der Gruppe zu arrangieren und sich als Multiplikatoren aller Dreieicher Teenager zu sehen. Der gesamte Prozess wird mit einem Videofilm dokumentiert.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare