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In Neu-Isenburg ist die Post in Bewegung

Neu-Isenburg/Dreieich

Standortwechsel in Gelb

Die Neu-Isenburger Post zieht vom alten Postamt in der Hugenottenallee ins sogenannte Stadttor. Die Sprendlinger Filiale ist bereits geschlossen worden; die Kunden müssen künftig ebenfalls nach Isenburg fahren.

Von Dirk Rüsing

Wer im Kiosk an der Beethovenstraße Briefmarken kaufen will, muss sich beeilen. Nur noch heute und morgen hat die Postagentur dort geöffnet. Die gute Nachricht ist, dass nur ein paar Meter entfernt, an der Rheinstraße 16 in einer Lotto-Annahmestelle, eine neue Partner-Filiale öffnet.

Ab Freitag, 30. Juli, können Kunden dort ihre Briefe und Pakete direkt abgeben. Das bestätigt Thomas Kutsch, Sprecher der Deutschen Post. Nach seinen Worten bietet dort künftig derselbe Betreiber Postdienstleistungen an, der bisher in der Beethovenstraße tätig gewesen ist. Hintergrund des Standortwechsels sei schlicht ein Umzug des Ladens, erklärt Kutsch.

Für Isenburger Postkunden bedeutet dies eine Verbesserung des Angebotes. Während der Verkaufspunkt an der Beethovenstraße als „kleinste mögliche Posteinheit“ nur Wertmarken veräußert, bietet die Partner-Filiale an der Rheinstraße laut Kutsch künftig sämtliche Dienstleistungen der Post an – abgesehen von Postbankgeschäften.

Die können in Neu-Isenburg ab Anfang Oktober im sogenannten Stadttor an der Carl-Ulrich-Straße Ecke Frankfurter Straße getätigt werden. Wie Postsprecher Thomas Kutsch mitteilt, werden dort gerade die Räume für den Einzug eines Postbank-Finanz-Centers umgebaut, in dem es dann auch die klassischen Postdienstleistungen geben wird.

Dafür wird der bisherige Standort an der Hugenottenallee 59 aufgegeben. „Die Postbank hat sich für den Umzug entschieden, weil im Stadttor größere Räume zur Verfügung stehen“, sagt Kutsch. Er weist allerdings darauf hin, dass die Postfächer im alten Postamt an der Hugenottenallee bis auf weiteres erhalten bleiben.

In der Nachbarstadt Dreieich hatten die Umzugspläne der Postbank bereits Folgen. „Das Sprendlinger Finanz-Center an der Frankfurter Straße wurde am 17. Juli geschlossen“, teilt der Postsprecher mit. Er bestätigt, dass die beiden Postbankstandorte an der Frankfurter Straße in Dreieich und an der Hugenottenallee in Neu-Isenburg zu einem großen Finanz-Center im Isenburger Stadttor verschmelzen sollen.

Bürger aus Dreieich protestieren bereits gegen die Aufgabe des Standorts in Sprendlingen. Wer über keinen Computer für das Online-Banking verfüge, sei nun gezwungen, auf Postbankfilialen in Langen oder Neu-Isenburg auszuweichen, erklärt etwa Manfred Arnold. Dies stimme nur für den Fall, dass die Kunden auch Beratung der Postbank in Anspruch nehmen wollen, sagt Thomas Kutsch von der Post. Ein- und Auszahlungen sowie Überweisungen seien auch in einer Partner-Filiale der Post an der Dreieicher Robert-Bosch-Straße möglich.

Die Postdienstleistungen, die im Sprendlinger Finanz-Center ebenfalls angeboten wurden, übernehme seit Anfang Juli eine weitere Partnerfiliale an der Friedrichstraße. „Überall wo sich die Post mit ihren Einrichtungen zurückzieht, wird dafür gesorgt, dass unsere Dienstleistungen von einer Partner-Filiale weitergeführt werden“, sagt der Postsprecher. Dies gelte auch für Neu-Isenburg, versichert Kutsch. Dort werde bereits jetzt nach einem Partner gesucht, der die Menschen im Westend weiter mit Postdienstleistungen versorgt, wenn das Jahrzehnte alte Postamt an der Hugenottenallee aufgegeben wird.

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