Dreieich

Stadt gibt frühzeitig Geld für Behinderte

Die Stadt Dreieich wird trotz der angespannten Finanzlage auch im kommenden Jahr Geld die Freizeiten für Behinderte zur Verfügung stellen. Damit werde „ein in der Region einmaliges Angebot aufrechterhalten“, sagt Bürgermeister Dieter Zimmer (SPD).

Von Achim Ritz

Der Wirtschaftsplan 2011 wird demnächst im Stadtparlament diskutiert und dann verabschiedet. Doch schon jetzt hat der Magistrat beschlossen, die Ausflugsfahrten der fünf städtischen Behindertenclubs mit knapp 54?000 Euro zu subventionieren. Für die Organisatoren bringt das Planungssicherheit. Außerdem schafft der Zuschuss die Voraussetzung, schon jetzt den Aufenthalt zu buchen. Nach Informationen der Stadt ist die Zahl der Ferienhäuser, die von Menschen mit körperlicher und oder geistiger Behinderung genutzt werden können, gering. Deshalb sei eine frühzeitige Buchung wichtig.

Die Freizeiten kosten pro Jahr inklusive der Honorare für die Betreuer und 115000 Euro. Die Einnahmen belaufen sich auf 61000 Euro. Davon überweisen die Teilnehmer laut Stadtverwaltung etwa 25000 Euro. Knapp 3600 Euro kommen in die Kasse, weil die Heimatkommunen der Teilnehmer die Reisen ebenfalls subventionieren.

„Leider beteiligen sich nicht alle Kommunen zu 100 Prozent an den Kosten“, moniert Bürgermeister Zimmer. Die hoch verschuldete Stadt Dreieich will es sich aber nicht länger leisten, für andere zu zahlen. Deshalb sollen Buchungen von Teilnehmern aus anderen Kommunen, die keine Kostenzusage geben, nicht mehr angenommen werden. Behinderte, die aber seit Jahr und Tag bei den Freizeiten dabei seien, dürften auch weiterhin mitfahren, betont Zimmer. „Ich weiß, dass das gut angelegtes Geld ist.“

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