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Der Burgweiher in Dreieichenhain ist schon mit einem provisorischen Geländer abgesichert worden.
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Der Burgweiher in Dreieichenhain ist schon mit einem provisorischen Geländer abgesichert worden.

Dreieich

Stadt Dreieich macht Weiher kindersicher

  • Annette Schlegl
    VonAnnette Schlegl
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Sicherheit wird an vier Gewässern verbessert. Außerdem wird das Ufer des Burgweihers bepflanzt und mit Steinen aufgeschüttet.

Das Unglück schreckte ganz Deutschland auf: Im Juni 2016 ertranken drei Geschwisterkinder in einem Dorfteich in Neukirchen (Schwalm-Eder-Kreis). So eine Tragödie darf sich nicht wiederholen, meint die Stadt Dreieich – und handelt: Sie nimmt 140 000 Euro in die Hand und macht im Stadtgebiet vier Weiher sicherer.

Die Stadt sichert so aber nicht nur ihre Bürger ab, sondern auch sich selbst. Der Bürgermeister der nordhessischen Kleinstadt wurde nämlich wegen fahrlässiger Tötung angeklagt und muss sich nun vor Gericht verantworten. Im Mittelpunkt steht die dabei Frage: Hätte die Kommune den Teich einzäunen müssen?

In Dreieich besah sich der Dienstleistungsbetrieb die Gewässer näher und erkannte an vier Stellen Handlungsbedarf. Das größte Gewässer ist zugleich das bekannteste: der Burgweiher unterhalb der Burgruine in Dreieichenhain. In dem Stadtteil liegen mit dem Essigweiher am Familienzentrum Winkelsmühle und dem Herrenweiher, der vom oberen, mittleren und unteren Becken gebildet wird, noch zwei weitere Gewässer, die kindersicher gemacht werden sollen. Weiher Nummer vier liegt im Stadtteil Götzenhain an der einstigen Mühle. Er ist ausschließlich dem Angelsportverein zugänglich.

Anfang März sollen die Arbeiten beginnen. Noch ist nicht endgültig entschieden, wie die Gewässerabsicherungen jeweils gestaltet werden. Trotzdem will man vor Beginn der warmen Jahreszeit für Sicherheit sorgen – und hat deshalb vorübergehend Bereiche am Wasser mit Provisorien abgesperrt.

Der Gehweg entlang des Burgweihers ist nun nicht mehr zugänglich, Besucher müssen auf die Gegenseite oder den Rundweg um die Burg ausweichen. Purpur-weiden und Alpen-Johannisbeeren sowie Kornelkirschen sollen den Uferbereich einrahmen. Bis sie hoch genug gewachsen sind, wird ein provisorischer Holzzaun angebracht. Am Ufer vor der Burgmauer sollen Steine aufgeschüttet werden, die einen flacheren Ausstieg aus dem Wasser ermöglichen. Am Überlaufbauwerk und der Anglertreppe ist ein dauerhafter Zaun vorgesehen.

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