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Die Solaranlage in Buchschlag ist die größte in Hessen.
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Die Solaranlage in Buchschlag ist die größte in Hessen.

Energie-Wende Dreieich

Neue Energien für die Zukunft

  • VonJörg Echtler
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Die Grünen haben ein ehrgeiziges Konzept zur regionalen Energiewende. Um dieses Vorhaben zu finanzieren, ist die Stadt auf Zuschüsse angewiesen.

Nach Verabschiedung des Haushalts und Schutzschirm-Beschlusses wendet sich die Grünen-Fraktion im Stadtparlament erneut einem ihrer Kernthemen zu – der lokalen Energiewende.

Schon im Sommer hatte die Fraktion ein ausführliches Positionspapier dazu vorgelegt. Ausgehend von der Forderung nach einer „grundlegenden Veränderung im Umgang mit Energie“ enthält es viele Vorschläge. Haushalte, Betriebe und Vereine sollen gezielt beraten werden, wie sie Sparpotenziale nutzen und Energie effektiver einsetzen können. Noch mehr regenerative Energie soll vor Ort produziert werden – etwa durch weitere Bürgersolaranlagen, Blockheizkraftwerke, die Nutzung von Erdwärme und den Bau einer Biogasanlage zusammen mit der Nachbarkommune Rodgau.

Schnell vorankommen

Auch die Stadtwerke sollen sich vermehrt in lokalen Projekten engagieren – etwa der Solaranlage auf der Mülldeponie Buchschlag. Mit fast acht Millionen Kilowattstunden pro Jahr ist sie die größte in Hessen. Städtische Mitarbeiter erhalten nach dem Willen der Grünen künftig eine „Erfolgsbeteiligung“ für energiesparendes Verhalten.

Um Einzelaktionen zu bündeln und die Sache zügiger voranzubringen, regen die Grünen an, einen Energienutzungsplan aufzustellen, der eine Gesamtstrategie für die nächsten Jahre entwirft. Eine Grundlage hierfür könnte die Erhebung des Energieverbrauchs in öffentlichen Gebäuden liefern, die die Stadt im Rahmen des Programms „100 Kommunen für den Klimaschutz“ vornahm. Grünen-Fraktionschef Roland Kreyscher hofft, dass deren Ergebnisse in der heutigen Sitzung des Umweltausschusses präsentiert werden.

Langfristiges Projekt

Der Energienutzungsplan gehe aber über den öffentlichen Sektor hinaus, betont Kreyscher, „denn er schließt Privathaushalte und Gewerbe mit ein“. Für Konzeption und Umsetzung der Energiewende wollen die Grünen einen Beauftragten einsetzen und einen Fachbeirat schaffen, der diesen unterstützt. „Das ist ein langfristiges Projekt – durchaus vergleichbar mit der Konsolidierung des Haushalts.“

Bleibt die Frage nach der Finanzierung. Kreyscher rechnet hier mit einer sechsstelligen Summe und macht klar: „Das geht nur über Zuschüsse.“ Im Rahmen des Integrierten Energie- und Klimaschutzprogramms könnte etwa die Bundesregierung bis zu 65 Prozent der Kosten übernehmen. Verfüge eine Kommune nicht über ausreichende Eigenmittel, sei eine noch mal um bis zu 20 Prozent höhere Förderung zu erhalten.

Sobald die Ergebnisse der städtischen Analyse vorliegen, wollen die Grünen den Antrag für einen Energienutzungsplan ins Parlament einbringen und erreichen, dass Fördermittel beantragt werden. „Wir drücken jetzt auf’s Tempo“, sagt Kreyscher.

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