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Der Pianist und künstlerische Leiter Georgi Mundrov.
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Der Pianist und künstlerische Leiter Georgi Mundrov.

Dreieich

Musiktage Dreieich: Online von Klassik bis Tango

  • Meike Kolodziejczyk
    vonMeike Kolodziejczyk
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Die Dreieicher Musiktage präsentieren ein facettenreiches Online-Programm - trotz der Corona-Pandemie finden sie statt.

Es ist ein Stück, dessen Titel gut in diese Zeit passt, deswegen hat Georgi Mundrov es auch ausgewählt. Er spielt die „Träumerei“ aus dem dreizehnteiligen Klavierzyklus „Kinderszenen“ von Robert Schumann zu Beginn der Programmvorstellung der 19. Dreieicher Musiktage. Es ist eine Pressekonferenz via Zoom, der Pianist und künstlerische Leiter sitzt zu Hause am Flügel, die übrigen Teilnehmenden verfolgen die Darbietung an den heimischen Bildschirmen. So läuft es seit gut einem Jahr, ob bei geschäftlichen Meetings oder bei Konzerten. Ein Traum, wenn es mal wieder anders wäre.

Doch wie so viele Festivals und Kulturveranstaltungen befinden sich auch die Dreieicher Musiktage wegen Corona „erneut in einem Ausnahmezustand“, wie es Bernd Abeln, Vorsitzender des Vereins Dreieich-Musik, formuliert. Während aber 2020 die hochkarätig besetzten Kammerkonzerte in Privathäusern und Unternehmen praktisch komplett ausfielen – abgesehen von ein paar Videos, die gedreht und ins Netz gestellt wurden –, wartet die Konzertreihe heuer mit einem Pandemie-angepassten Programm auf. Auch wenn es nicht den Umfang und Flair des Originals erreicht: „Es war uns wichtig, die Dreieicher Musiktage stattfinden zu lassen“, sagt Benjamin Halberstadt, Betriebsleiter der Bürgerhäuser Dreieich. „Daher haben wir uns entschieden, eine Reihe zu machen, die etwas kleiner und schmaler ist.“

Die Dreieicher Musiktage

Die 19. Dreieicher Musiktage präsentieren neun Konzerte vom 24. April bis 21. Mai online als Videostream. Wer eine Karte erwirbt, bekommt per E-Mail einen Zugang zugeschickt.

Die Tickets kosten pro Konzert und Zugang 18 Euro. Sie sind erhältlich beim Ticket-Service Dreieich im Bürgerhaus Dreieich, Fichtestraße 50, Telefon 06103 / 600 00. Karten können auch online gebucht werden. myk

Weitere Informationen zu den Konzerten der Dreieicher Musiktage unter:
www.buergerhaeuser-dreieich.de

Ob Klassik, Jazz, Tango, Chanson oder spanische Gitarrenmusik: Neun Konzerte wird es geben vom 24. April bis 21. Mai. Die Auftritte werden aufgezeichnet und sind ab einem bestimmten Termin abrufbar. Sie werden also nicht live gestreamt. Trotzdem soll „Live-Charakter“ erzeugt werden. „Wir starten vor allen Konzerten per Zoom-Konferenz in einem virtuellen Foyer“, erläutert Maria Ochs, Veranstaltungsleiterin der Bürgerhäuser Dreieich. Dort kämen die Künstlerinnen und Künstler sowie die Gastgeberinnen und Gastgeber mit dem Publikum zusammen, alle könnten sich austauschen und „sich umschauen in dem Raum“. Danach wird der Link für das Konzert eingeblendet und kann angeklickt werden. Der Stream steht von da an nur eine gewisse Zeit im Netz zur Verfügung.

Zum Auftakt der Musiktage am Samstag, 24. April, 18 Uhr, präsentieren Georgi Mundrov, Klavier, Dzuna Kalnina, Gesang und Roman Kuperschmidt, Klarinette, unter dem Titel „Kostproben“ ein Kaleidoskop aus Klassik, Chanson und Klezmer. Am Sonntag, 25. April, 17 Uhr, singt die Mezzosopranistin Dzuna Kalnina, die zum Ensemble der Frankfurter Kammeroper gehört, unter dem Motto „Eine kleine Sehnsucht“ Werke von Holländer und Elander sowie weitere Chansons, begleitet von Georgi Mundrov. Laut ihm gehört es zur „Tradition der Musiktage, junge Künstlerinnen und Künstler zu unterstützen“. Zum Beispiel die 18 Jahre alte Violinistin, deren Konzert mit der Pianistin Elena Nogaeva am Freitag, 30. April, 20 Uhr, gezeigt wird. Der Titel „Frühling, Frühling, erwache sanft aus Deinem Schlaf!“ nimmt Bezug auf Beethovens Sonate op. 24 in F-Dur, die sogenannte „Frühlingssonate“.

Auch die polnische Pianistin Joanna Trzeciak widmet sich Werken von Beethoven sowie von Frédéric Chopin (9. Mai). Der Gitarrist Maximilian Mangold spielt in einer „Soiree Espagnole“ Joaquin Turina, Fernando Sor, Miguel Llobet und Joaquin Rodrigo (6. Mai). Es gibt außerdem argentinischen Tango, eine „Bernstein Story“ und zum Abschluss am 21. Mai „Crossover“ mit dem Frankfurter Klaviertrio.

Das virtuelle Programm sei „natürlich nur ein Ersatz“ für das wahre Konzerterlebnis, betont Georgi Mundrov. Die Online-Übertragung stelle für Musikerinnen und Musiker eine enorme Herausforderung dar. „Unsere ganze Darbietung speist sich aus der Energie, die vom Publikum kommt.“ Deswegen spielt er zum Abschluss der Programmpräsentation „noch etwas Energiegeladenes“ von Astor Piazzolla.

Die junge Geigerin Laura Ochmann.

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