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Die 56 Jahre alte Frau, die bislang in Dreieich wohnte und nun in der Wetterau lebt, muss sich vor einem Schöffengericht des Darmstädter Amtsgerichts verantworten.
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Die 56 Jahre alte Frau, die bislang in Dreieich wohnte und nun in der Wetterau lebt, muss sich vor einem Schöffengericht des Darmstädter Amtsgerichts verantworten.

Dreieich

Kreis Offenbach: Sexuellen Missbrauch der Enkelin via Chat verabredet

  • Jens Joachim
    VonJens Joachim
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Vor dem Amtsgericht Darmstadt hat ein Prozess gegen eine dreifache Großmutter begonnen. Ihr wird vorgeworfen, sich mit einem inzwischen als Kinderschänder verurteilten Mann über sexuelle Fantasien ausgetauscht zu haben. Ein kinderpornografisches Video soll sie mit den Worten„einfach cool“ kommentiert haben.

Nur knapp eine Stunde lang dauerte am Montag vor dem Darmstädter Amtsgericht der Prozessauftakt gegen eine 56 Jahre alte Frau, der die Staatsanwaltschaft vorwirft, mit einem Mann ein Verbrechen vorbereitet zu haben.

Anderthalbjähriges Mädchen sollte sexuell missbraucht werden

Die jeweils dreifache Mutter und Großmutter, die bislang in Dreieich wohnte und inzwischen in einer Gemeinde in der Wetterau lebt, ist angeklagt, im November und Dezember 2019 mit einem 46-jährigen Mann aus dem rheinland-pfälzischen Schifferstadt den sexuellen Missbrauch ihrer erst anderthalb Jahre alten Enkeltochter verabredet zu haben.

Ein „ungeheuerlicher Vorwurf“, wie Richter Mathias Siebertz zu Beginn des Prozesses anmerkte. Bevor die Tat jedoch ausgeführt werden konnte, wurde der Mann, den die Großmutter über das Internet kennengelernt haben soll, festgenommen.

Kinderschänder zu vier Jahren Haft verurteilt

Der Familienvater aus dem Rhein-Pfalz-Kreis war bereits im Frühjahr vorigen Jahres vor dem Landgericht Frankenthal angeklagt worden, nachdem er Fotos vom Missbrauch seiner vierjährigen Tochter auf Facebook gepostet hatte. Nach Angaben von Staatsanwältin Melanie Heine ist er bereits zu einer vierjährigen Haftstrafe verurteilt worden.

Die Staatsanwältin warf in ihrer Anklageschrift der Großmutter vor, sie habe sich mit dem inzwischen verurteilten Kinderschänder über sexuelle Fantasien ausgetauscht. Ein kinderpornografisches Video, dass ihr der Mann aus Schifferstadt über einen Messengerdienst zugesandt habe, habe sie mit den Worten „einfach cool“ kommentiert, berichtete die Staatsanwältin.

Dreifache Oma aus Dreieich räumt Besitz von Kinderpornos ein

Die Angeklagte räumte über ihren Rechtsanwalt den Besitz von kinderpornografischen Dateien ein, bestritt aber den Vorwurf, die Tat mit dem Mann verabredet zu haben.

Der Prozess wurde allerdings nach einer Stunde ausgesetzt, weil zunächst ein Gutachten über die Frage der Schuldfähigkeit der Frau angefertigt werden soll.

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