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Irritation über Pläne

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Von: Lara Feder

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Grüne wissen nichts von geplanter deutsch-chinesischer Fußballakademie beim SC Hessen.

Eintracht Frankfurt hat eine Kooperation mit dem SC Hessen Dreieich vereinbart (die FR berichtete am 19. Juni). Die Eintracht plant laut einer Mitteilung neben der Durchführung von Trainings- und Freundschaftsspielen insbesondere die Errichtung einer deutsch-chinesischen Fußballakademie am Standort Dreieich.

Aktuell erarbeiteten die Parteien gemeinsam mit der Stadt Dreieich ein zukunftsfähiges Konzept einer räumlichen Erweiterung und infrastrukturellen Optimierung der Gegebenheiten in der Dreieicher Lettkaut.

Darüber zeigen sich die Grünen Dreieich irritiert. Die beiden Fraktionssprecher Heidi Soboll und Roland Kreyscher: „Dass Parteien und Stadt an einem Nutzungskonzept arbeiten würden, ist uns nicht bekannt, und beschlossen ist es schon gar nicht.“ Sie fordern daher den Magistrat auf, zu dem Projekt Stellung zu nehmen.

Auch verwundert die Grünen, dass SC-Hessen-Mäzen Hans Nolte sich in einer Pressemitteilung äußert, glücklich darüber zu sein, „dass sich Eintracht Frankfurt für den Standort Dreieich entschieden hat“. Warum die Eintracht von einem Einvernehmen der Stadt ausgehe, bevor die zuständigen Gremien informiert wurden, sorgt ebenfalls für Verwunderung bei den Grünen.

„Wir finden die Idee eines internationalen Sportcamps zwar sehr interessant und sie stößt an sich bei uns keinesfalls auf Ablehnung. Nach allem, was wir aktuell wissen, stehen wir jedoch dem Vorhaben am Standort Lettkaut sehr skeptisch gegenüber“, teilen Heidi Soboll und Roland Kreyscher mit.

Die Grünen begründen ihre Skepsis mit dem Standort, der für die Sportakademie im Gespräch ist, da sie im „Dreieicher Grüngürtel“ angesiedelt werden soll. „Das Gebiet am südwestlichen Ortsrand ist aus guten Gründen, nämlich ökologisch und auch klimatisch, weder in der aktuellen Flächennutzungs- noch in der Stadtentwicklungsplanung als Standort für Hochbauten irgendwelcher Art ausgewiesen oder vorgesehen. Und wir wollen weder die Kleingärtner noch die Vereine, die derzeit das Gebiet nutzen, von ihren Standorten vertreiben. Wir halten das in mehrerer Hinsicht für sehr problematisch.“

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