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Auf Wunsch der Kerbborschen steht die neue Bank am Untertor neben dem Brunnen.

Dreieich

Geschichtsträchtiges Verweilen

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Die Stadt hat für Ersatz für die Sitzbank der Kerbborschen 1959 - Jahrgang 1940 gesorgt. Die jungen Männer stellten damals eine Bank auf, um eine Strafe zu umgehen. Doch sie geriet in Vergessenheit.

Eine neue Bank erfreut Spaziergänger in der Breiten Haagwegschneise. Dabei ist die Bank eigentlich gar nicht neu: Bei Grünpflegearbeiten war 2016 eine zugewucherte Holzbank aufgefallen. Weil sie weder gut zugänglich noch sicher war, entfernte die Stadt die Bank. Zwei Jahre später wies ein Sprecher der Kerbborschen 1959 – Jahrgang 1940 darauf hin, dass die Kerbborschen diese Bank 1959 gespendet hatten, um eine Strafverfügung des Amtsgerichts Langen wegen wilden Plakatierens in der Langener Bahnstraße abzuwenden.

Im August 1959 hatte das Amtsgericht Langen dem Vorstand der 59er Kerbborsche eine Strafverfügung zugestellt, nach der die vier Vorstandsmitglieder je eine Strafe zu zahlen oder ersatzweise drei Tage in Haft zu gehen hätten. Die Kerbborschen legten Widerspruch ein und boten an, ersatzweise für die Dreieichenhainer eine Sitzbank zu stiften.

Um weiterhin an das Engagement der Kerbborschen zu erinnern, hat der DLB AöR eine Ersatzbank mit Plakette in der Fahrgasse in Dreieichenhain aufgestellt. laf

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