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Forum Sprendlingen Nord

Weg frei für das Stadtteilzentrum

  • Andreas Hartmann
    VonAndreas Hartmann
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Die Stadtverordnetenversammlung beschließt den Neubau des Stadtteilzentrums in Sprendlingen Nord. Unklarheit herrscht über die möglichen Folgekosten.

Das Forum Sprendlingen Nord steht für staunenswertes ehrenamtliches Engagement in der Nachbarschaft – doch die äußeren Umstände machen dem Forum die Arbeit nicht einfach. Die gemieteten Räume sind ein Provisorium. So sei im Januar beispielsweise vier Tage lang die Heizung ausgefallen, weil der Vermieter nicht rechtzeitig Heizöl nachbestellt habe, berichtete die Stadtverordnete Dietlind Schwalb (SPD) ihren Kollegen in der Stadtverordnetenversammlung.

Schauerliche Geschichten

Und auch Betül Gülmez-Götzmann vom Ausländerbeirat Dreieich erzählte Schauerliches von stinkenden Toiletten, engen und zugigen Räumen, die intensiv von zahlreichen Initiativen als Müttertreff, Jugendzentrum oder zum Kickboxen genutzt würden. „Wir reden hier von einer alten Garage und einem Pavillon, den Sie persönlich sicher nie mieten würden“, rief sie den Stadtverordneten zu.

Diese mussten in dieser Woche grundsätzlich darüber entscheiden, ob sich die Stadt, die sich unter den Schutzschirm des Landes Hessen geflüchtet hat, tatsächlich einen Neubau für ein Stadtteilzentrum Hirschsprung-Breitensee leisten kann und darf – das sei eine „zukunftsweisende Investition“, sagte Schwalb, „eine Chance für die Jugendarbeit“. Es gibt dafür rund 580 000 Euro Zuschüsse von Bund und Land aus dem Fördertopf „Soziale Stadt“. Doch nicht alle sahen das als Chance. In derselben Sitzung beschlossen die Stadtverordneten auch, Spielplätze zu schließen, um die geforderte finanzielle Konsolidierung des städtischen Haushalts voranzutreiben.

"Ein Auto ohne Benzin"

Boris Sabborosch (CDU) sagte: „Wir sind über die tatsächlichen Kosten für das Stadtteilzentrum im Unklaren. Wenn Sie sich ein Auto kaufen, und Sie können sich Benzin und Versicherung nicht leisten, dann können Sie sich eben auch kein Auto leisten.“ Christian Barufke (Grüne) war optimistischer, obgleich auch er zugab, seine Fraktion habe sich schwergetan. Jetzt seien sie aber überzeugt: „Es gibt eine schwarze Null. Die Sache trägt sich.“ Das Forum mache eine gute Arbeit, sagte Rita Hamper (FWG). Das sehe man schon daran, dass hier kein sozialer Brennpunkt sei.

Gegen CDU und UGL entschieden sich die Stadtverordneten am Ende für die Aufhebung des Sperrvermerks im Haushalt, nun kann gebaut werden. Natascha Bingenheimer (Linke) enthielt sich. Das Projekt habe hohe Folgekosten, während andererseits Spielplätze geschlossen würden.

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