Dreieich

"Erschreckende" Bilanz nach Sommerhitze

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Hundert Bäume müssen nach dem Trockenstress im Jahr 2018 gefällt oder auf den Stock gesetzt werden. Doch der DLB kann nicht genügend Bäume nachpflanzen.

Nach dem Extremsommer fällt die Bilanz zum Stadtgrün in Dreieich „erschreckend“ aus. Wie der kommunale Dienstleistungsbetrieb DLB AöR in einer Pressemitteilung schreibt, müssen in den nächsten Wochen in Dreieich etwa 100 Bäume gefällt oder auf den Stock gesetzt werden. Das seien fast doppelt so viele Bäume wie im Vorjahr. Zudem rechnet der Dienstleistungsbetrieb in diesem Jahr mit einer deutlichen Zunahme von Totholzbildung als Folgeschaden der Hitze.

Weil die Baumschulpreise für Jungbäume stark steigen werden, das Budget der DLB für das Stadtgrün in diesem Jahr aber gleich bleibt, würden in diesem Jahr ein Drittel weniger Jungbäume gepflanzt, als noch im vergangenen Jahr. Dabei müsste der Dienstleister im Gegenteil viel mehr Bäume nachpflanzen.

Auch im Allgemeinen wurde das Budget der DLB im vergangenen Sommer durch die Mehrausgaben für die Bewässerung der Bäume stark geschröpft. Der hohe Wasserverbrauch habe 10 bis 15 Prozent mehr Kosten verursacht. Und wie niederschlagsarm oder -reich die nächsten beiden Sommer werden, spielt nicht nur eine Rolle für weitere Wasserkosten, sondern auch für das Ausmaß der von der DLB erwarteten Totholzbildung.

Die Kostensteigerung für neue Jungbäume berechnet Sylvio Jäckel, Fachbereichsleiter Grünplanung und Baummanagement bei der DLB, mit bis zu 20 Prozent. „Die notwendigen Mehrausgaben in Dreieich im Vergleich zum Durchschnitt vergangener Jahre entsprechen in etwa einer Verdreifachung der Kosten“, rechnet Jäckel zusammen.

Während viele Altbäume abgestorben sind, hielten sich die Schäden durch den trockenen Sommer bei den Jungbäumen, das sind Bäume vom ersten bis zum fünften Standjahr, indes in Grenzen, teilt der DLB AöR mit. Die Absterberate sei im Vergleich zum jährlichen Durchschnitt leicht erhöht. Zu verdanken sei das der Anschaffung von 80 Wassersäcken, mit denen man die Jungbäume versorgen konnte. Der DLB geht auch davon aus, dass sich die Grünflächen „im nächsten Jahr voraussichtlich weitgehend erholen werden“.

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