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Der idyllische Hengstbach ist bei einem Unwetter im Juni zum reißenden Fluss geworden.
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Der idyllische Hengstbach ist bei einem Unwetter im Juni zum reißenden Fluss geworden.

Dreieich

Dreieich: Stadt will besser vor Hochwasser schützen

  • Annette Schlegl
    VonAnnette Schlegl
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Bis Ende 2022 ist eine Bürgerversammlung zu dem Thema geplant.

Am Abend des 3. Juni wurde Dreieich von einem Unwetter mit Starkregen heimgesucht, das den Hengstbach übertreten ließ und zu einem reißenden Fluss verwandelte. Straßen wurden überflutet, Häuser standen zum Teil bis zum Erdgeschoss unter Wasser.

Unter dem Eindruck dieser Ereignisse haben die Dreieicher Stadtverordneten gemeinsam das Thema Starkregengefährdung auf die Tagesordnung ihrer jüngsten Sitzung gehievt. In einem einstimmig beschlossenen interfraktionellen Antrag beauftragten sie den Magistrat, bis Ende des Jahres eine Informationsveranstaltung für alle Mandatsträger zum Thema Hochwasser durchzuführen. Hartmut Honka (CDU) lieferte das passende Motto dazu: „Hochwasser hat keine politische Farbe.“ Bis Ende des ersten Quartals 2022 ist dann auch eine öffentliche Bürgerversammlung dazu geplant.

1981 war in der Folge eines Hochwassers in Dreieich schon einmal ein Gutachten erstellt worden. Die Unterlagen sind jedoch im Lauf der Jahre in Schubladen verstaubt. Sie sollen nun überprüft, auf ihre Umsetzbarkeit untersucht und an heute geltendes Recht beziehungsweise neue technische Verfahren angepasst werden, bevor sie den Mandatsträgern vorgestellt werden. Externe Expertise soll die Veranstaltung bereichern – unter anderem ist an das Dreieicher Entwässerungsbüro Hermann Schäfer, die TU Darmstadt und das Hessische Landesamt für Naturschutz gedacht. 100 000 Euro wurden dafür in den Nachtragshaushalt eingestellt.

Es seien quasi zwei Schritte geplant, erklärte Honka: Zum einen arbeite man auf, was in der Stadt an Hochwasserschutz vorhanden ist und eigentlich sein müsste, zum anderen wolle man den Bürgern und Bürgerinnen zeigen, „was sich getan hat und in welche Richtung sich noch was tun wird“.

„Wir wünschen uns, dass danach auch erste Maßnahmen kommen, wollen zügig weitermarschieren“, sagte Alexander Kowalski (FDP). Roland Kreyscher (Grüne) mahnte ebenfalls zur Eile, weil es auch in Zukunft Extremwetterlagen geben werde. „Wir sollten nicht die Letzten sein, die darauf reagieren.“ Honka orakelte aber, dass der Hochwasserschutz eine Aufgabe ist, „die uns viele Jahre beschäftigen wird“.

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