Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Rund tausend Mal pro Jahr wird irgendwo in Dreieich das Pflaster aufgerissen, um an den Leitungen zu arbeiten.
+
Rund tausend Mal pro Jahr wird irgendwo in Dreieich das Pflaster aufgerissen, um an den Leitungen zu arbeiten.

Dreieich Stadtwerke

Dreieich bleibt Stadtwerken treu

  • Andreas Hartmann
    VonAndreas Hartmann
    schließen

Der Konzessionsvertrag der Stadt für das Strom- und Gas-Netz soll verlängert werden. Man sei sehr zufrieden mit den Stadtwerken, so Bürgermeister Dieter Zimmer (SPD). Die Stadtwerke waren aber auch der einzige Bewerber für den Vertrag.

Dreieich besitzt einen vergrabenen Schatz, der der Stadt Jahr für Jahr einen ordentlichen Batzen Geld einbringt. Die Energie- und Wasserversorger müssen nämlich dafür bezahlen, dass sie Strom, Gas und Wasser zum Kunden leiten dürfen. Etwa 2,4 Millionen Euro nimmt die Kommune jedes Jahr mit dieser Konzessionsabgabe ein. Im vergangenen Jahr waren das aufgeschlüsselt 1,56 Millionen Euro für Strom, 340.000 Euro für Gas und 500.000 Euro für Wasser.

Die Höhe der Summe ist gesetzlich festgelegt und hängt von der Menge der durchgeleiteten Energie ab. „Auf den Durchmesser der Rohre kommt es nicht an“, sagt Stadtwerke-Geschäftsführer Wolfgang Lammeyer. Auch steht es allen Kunden frei, selbst einen Anbieter für Strom und Gas auszusuchen.

Ende dieses Jahres läuft der Konzessionsvertrag mit den Stadtwerken Dreieich nach 20 Jahren aus. Die Stadt musste deshalb bereits 2012 ermitteln, ob es noch weitere Interessenten für einen Konzessionsvertrag geben könnte. „Interessenbekundungsverfahren“ heißt das im Amtsdeutsch.

Jetzt hat der Magistrat beschlossen, den Vertrag auf weitere 20 Jahre bis 2034 zu verlängern, kommenden Dienstag muss die Stadtverordnetenversammlung dem noch zustimmen. Größere Widerstände sind dabei nicht zu erwarten, auch fiel die Wahl nicht schwer. Die Stadtwerke sind der einzige Bewerber. „Wir können froh sein, dass das so gelaufen ist“, sagt Bürgermeister Dieter Zimmer (SPD). „Denn wir sind sehr, sehr zufrieden mit den Stadtwerken.“ Über das Wasser wird ein eigener Konzessionsvertrag geschlossen, über den noch verhandelt wird. Doch auch hier werden wohl die Stadtwerke zum Zuge kommen.

Neue Stelle für Kontrolleur

Strom-, Gas- und Wasserleitungen bringen der Stadt viel Geld ein, sie müssen aber auch regelmäßig gewartet und repariert werden. Die Stadtverwaltung ist dafür verantwortlich, dass diese Baustellen nach Abschluss der Arbeiten wiederhergestellt werden. Etwa tausend Mal im Jahr wird allein in Dreieich deshalb das Pflaster aufgerissen, davon etwa 600 Mal von den Stadtwerken. Das hat die Unternehmensberatung Kienbaum festgestellt, die der hochverschuldeten Stadt Sparvorschläge ausgearbeitet hat.

Deshalb hat die Stadt nun eine „Aufgrabungsrichtlinie erlassen. Hinter dem Wortungetüm verbirgt sich eine Festsetzung der Kontrollkosten. Eine Genehmigung kostet künftig 25 Euro, je Arbeitsstunde sind am Ende bei der Abnahme 60 Euro fällig. „Es ist gerecht, eine Gebühr von den nutzenden Unternehmen zu erheben“, sagt Bürgermeister Zimmer. Die Kosten müsse der Verursacher tragen, nicht die Allgemeinheit.

Die Stadt hat deshalb, trotz aller Sparzwänge, sogar eine neue Stelle geschaffen, die zum 1. Juli besetzt werden soll. Sie soll sich aber aus den eingenommenen Gebühren refinanzieren.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare