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Auch die Notdienstzentrale wird von Steinberg aus in die ehemalige Filiale der Deutschen Bank am Dietzenbacher Ärztezentrum ziehen. "Wir bekommen schöne neue Räume", sagt Jerwan. "Statt 60 Quadratmetern sind es dann rund 250 Quadratmeter - da kann man ganz anders arbeiten", sagt der Arzt.

Dietzenbach

Geballtes Angebot im Ärztehaus

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Fast alle Fachrichtungen werden im neuen Dietzenbacher Ärztehaus vertreten sein. Auch die Notdienstzentrale zieht in die ehemalige Deutsche-Bank-Filiale. Von Sigrid Aldehoff

Krank zu sein wird in Dietzenbach sicher auch nicht angenehmer sein als woanders - aber bestimmt bequemer. Denn wenn das neue Ärztezentrum an der Babenhäuser Straße eröffnet, "haben wir hier im Umkreis von 100 Metern fast alle Fachärzte vertreten", sagt Reinhold Jerwan, Obmann der Dietzenbacher Ärzte.

Ärzte der Fachrichtungen Innere Medizin, Kardiologie, Gynäkologie, Dermatologie und Allergologie sowie Kinder- und Zahnheilkunde praktizieren hier bereits, auch eine Apotheke ist angeschlossen. Zusätzlich wird auch noch eine Radiologische Gemeinschaftspraxis mit einem großen Leistungsangebot hier einziehen, weiterhin ein Allgemeinmediziner und Internist.

Nur ein Hals-, Nasen- und Ohrenarzt sei nicht direkt vor Ort, sondern in Steinberg ansässig. Der Kollege habe aber gerade neue Geräte in seiner Praxis installiert und wolle nicht umziehen. Dies werde ohnehin für viele Fachärzte zu einem logistischen Problem, besonders für die Radiologen, die mit einem Kernspin- und Computertomographen in die Babenhäuser Straße komme.

Auch die Notdienstzentrale wird von Steinberg aus in die ehemalige Filiale der Deutschen Bank am Ärztezentrum ziehen. "Wir bekommen schöne neue Räume", sagt Jerwan. "Statt 60 Quadratmetern sind es dann rund 250 Quadratmeter - da kann man ganz anders arbeiten", sagt der Arzt.

Nachdem sich das Projekt unendlich lange hingezogen hat - auf der Homepage des Ärztehauses steht zu lesen, dass die Bauarbeiten am 5.11.2007 begannen -, hofft Jerwan, dass die Arbeiten Mitte des Jahres abgeschlossen sind.

Bürgermeister Jürgen Rogg (parteilos) erhofft sich vom neuen Ärztezentrum nicht nur eine bessere medizinische Versorgung der Bevölkerung, sondern auch eine Belebung der Altstadt. "Gerade an den Samstagen rechnen wir mit einem großen Besucherstrom in die Notdienstzentrale", sagt Rogg.

Die Verzögerungen beim Bau seien durch "ein Kommunikationsproblem zwischen Bauträger und dem Kreis Offenbach verursacht worden", er habe dann im Dezember, "die losen Enden zusammengebracht," was zur Erteilung der Baugenehmigung führte.

Das bestätigt auch Gottfried Werner, der für die Pfälzische Projektentwicklungsgesellschaft das Ärztehaus betreut. Bürgermeister Rogg habe sich beim Kreis um die Baugenehmigung bemüht und sich "sehr professionell verhalten," lobt Werner, "die Zusammenarbeit mit der Stadt Dietzenbach macht großen Spaß und ist sehr konstruktiv."

Das Projekt selbst sei in seinem breiten Angebot an medizinischen Dienstleistungen einzigartig. Der Projektentwickler sagt, dass er "sehr zufrieden mit dem Fortgang der Arbeiten" sei, am Freitag habe jetzt der Ausbau der Kinderarztpraxis begonnen.

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