1. Startseite
  2. Rhein-Main
  3. Kreis Offenbach

Delikates aus Apfelwein

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Die Rödermarker Band Rodauschiffer schrammelt eine Hymne an den Apfelwein, der Obst- und Gartenbauverein Dietzenbach verteilt rotbackige Äpfel, gleich drei Keltereien schenken Apfelwein aus und es riecht nach Kartoffelpuffern mit Apfelmus: Es ist Stöffche-Tag vor dem Kreishaus in Dietzenbach.
Die Rödermarker Band Rodauschiffer schrammelt eine Hymne an den Apfelwein, der Obst- und Gartenbauverein Dietzenbach verteilt rotbackige Äpfel, gleich drei Keltereien schenken Apfelwein aus und es riecht nach Kartoffelpuffern mit Apfelmus: Es ist Stöffche-Tag vor dem Kreishaus in Dietzenbach. © Sascha Rheker

Seit zehn Jahren gibt es die Apfelweinroute - das muss gefeiert werden. Der Stöffche-Tag zum Jubiläum zeigt, wie wichtig der Erhalt der Streuobstwiesen für Mensch und Natur ist.

Von Claudia Wenhardt-Bucci

Die Rödermarker Band Rodauschiffer schrammelt eine Hymne an den Apfelwein, der Obst- und Gartenbauverein Dietzenbach verteilt rotbackige Äpfel, gleich drei Keltereien schenken Apfelwein aus und es riecht nach Kartoffelpuffern mit Apfelmus: Es ist Stöffche-Tag vor dem Kreishaus in Dietzenbach.

Seit zehn Jahren gibt es die Regionalschleife Stadt und Kreis Offenbach der hessischen Apfelwein- und Obstwiesenroute, Grund genug, das ausgiebig zu feiern. Deswegen ist auch der ADFC Mühlheim zum Kreishaus geradelt, vorbei an der Offenbacher Käsmühle und dem Heusenstammer Schloss. "Eine wirklich schöne Strecke", sind sich die Radler einig. "Schade nur, dass vom letzten Sturm noch so viele Bäume umgestürzt sind", erzählen sie, bevor es sie zum ersten Apfelwein-Stand zieht.

"Die Apfelweinroute ist ein Gemeinschaftsprojekt", sagt Erste Kreisbeigeordnete Claudia Jäger (CDU). Was vor zehn Jahren in Offenbach und Mühlheim mit 25 Partnern begann, habe sich zu einem beliebten Freizeitangebot in Stadt und Kreis entwickelt. "Heute hat die Regionalschleife 150 Mitglieder in allen 13 Kreiskommunen sowie in der Stadt Offenbach. Das ist etwas Besonderes."

Und auch für die Naturschützer hat der Erhalt der Streuobstwiesen eine besondere Bedeutung: "Das ist Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten", sagt Monika Urnauer vom BUND. Bei ihr können die Besucher ihr Fingerspitzengefühl unter Beweis stellen und in Fühlsäckchen mit geschlossenen Augen ertasten, was in den Beuteln verborgen ist.

"Für die Natur ist es gut, dass die Wiesen bewirtschaftet sind", sagt sie. Die Blüten sind Nahrung für Tiere und gerade in den hohen, alten Bäumen nisten Vögel, die man entlang der Apfelweinroute gut beobachten kann. Jede Kommune bietet ihre eigene Tour an, die Routen können aber auch kombiniert werden. Der Weg führt vorbei an typischen Streuobstwiesen, Apfelwein-Keltereien, Gaststätten, Museen und Sehenswürdigkeiten.

"Wir kennen die Route gut und sind Apfelwein-Liebhaber", sagt Edelgard Best aus Dietzenbach. "Ich finde es schön, dass bei einem solchen Fest alles so zentral ist." Welch süße Delikatessen sich aus Apfelwein herstellen lassen, zeigt etwa eine Confiserie aus Seligenstadt: Apfelweintrüffel. Dafür wird aufwändig Apfelwein mit Sahne aufgekocht, in weiße Schokoladenkugeln gefüllt und mit Cassis-Puderzucker bestäubt - ein echter Genuss!

Auch interessant

Kommentare