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Jessica Siebeneich leitet das umgebaute Zepplinmuseum.

Neu-Isenburg

Zeppelinwein zur Feier des Tages

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Das Bürgerhaus und das Zeppelinmuseum eröffnen wieder am Freitag, 30. Januar. Zuvor hatte die Stadt 1,9 Millionen Euro in den Gebäudekomplex investiert. Von Sigrid Aldehoff

Der ganz große Wurf ist noch nicht umgesetzt, wenn am kommenden Freitag das Zeppelinmuseum nach einem Jahr Schließung wieder eröffnet wird. 1,9 Millionen Euro wurden in den gesamten Gebäudekomplex von Bürgerhaus und integriertem Museum investiert. Unter anderem wurde das Dach erneuert - und die Fassade verändert. Nun soll ein kulturelles Angebot für den Stadtteil Zeppelinheim entwickelt werden, um das Gebäude auch mit mehr Leben zu füllen. Das wünschen sich Bürgermeister Oliver Quilling und Kulturdezernent Theo Wershoven (beide CDU).

Damit sind außer privaten und Vereinsfeiern auch Kabarett und Kleinkunst, Musik und Theater im Bürgerhaus gemeint. Zudem soll das Zeppelinmuseum 20 Jahre nach seiner Eröffnung neuen Auftrieb bekommen. Auf die Überarbeitung und Modernisierung der Präsentation müssen allerdings Fans dieser besonderen Art der Luftfahrt noch warten: Frühestens 2010 soll ein neues Konzept für veranschlagte 350 000 Euro umgesetzt werden - "wenn dann die wirtschaftlichen Verhältnisse es noch zulassen", sagte Wershoven.

Fünf Ideen für die Einrichtung

Die Vorbereitungen dafür werden auch in der Hand von Jessica Siebeneich liegen. Die 30-Jährige, die unter anderem Geschichte studierte und anschließend im Zeppelin-museum Friedrichshafen volontierte, wurde zum 1. Januar für die beiden städtischen Museen eingestellt. Da das Heimatmuseum Haus zum Löwen derzeit noch saniert wird, kann sie sich vorerst mit vollem Einsatz dem Zeppelinmuseum widmen. Fünf Konzeptideen liegen bereits vor. Die endgültige Entscheidung über das künftige Erscheinungsbild des Zeppelinmuseums haben dann die Stadtverordneten.

Zunächst einmal habe es durch die Sanierung "keine dramatischen Veränderungen gegeben", sagen Quilling und Wershoven. Einige Wände wurden herausgenommen, um größere räumliche Transparenz zu schaffen. Die Garderobe ist verschwunden, damit mehr Platz gewonnen ist.

Für das kommende Jahr ist zunächst eine große Sonderausstellung im Saal des Bürgerhauses geplant. Dauerhaft soll vor allem mehr Wert auf die Museumspädagogik gelegt werden. Dazu sollen unter anderem Werkstätten für junge Besucher zu Themen rund um die Luftschiff-Fahrt angeboten werden, damit Kinder und Jugendliche an der Neu-Isenburger Rarität in der Museumslandschaft mehr Interesse zeigen.

Zwar ist das Zeppelinmuseum künftig in städtischer Trägerschaft, der Verein für Zeppelin-Luftschifffahrt wird aber weiterhin für die Aufsicht und die Führungen durch die Exponate zuständig sein. Und noch eine Neuerung gibt es: Künftig wird für den Besuch des Museums zwei Euro Eintritt erhoben.

Einen ersten Blick in das sanierte Bürgerhaus können die Bürgerinnen und Bürger am Freitag, 30. Januar, werfen. Das Kulturbüro und der Verein für Zeppelin-Luftschifffahrt laden gemeinsam zu einer kleinen Feier für 18 Uhr in das Zeppelinmuseum ein. Nach der Führung durch die Ausstellung werden Zeppelinwein und Zeppelinwurst angeboten.

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