+
Der Umbau des Platzes am Dietzenbacher Stadtbrunnen verzögert sich weiter. Das von der Stadtverwaltung im vergangen Jahr für Frühling 2010 angekündigte Konzept zur Sanierung und Aufwertung des Platzes, der seiner farbigen Pflastersteine als "Roter Platz" bekannt ist, werde nun frühestens im Sommer der Stadtverordnetenversammlung vorgestellt werden, sagte Erster Stadtrat Dietmar Kolmer (CDU) der Frankfurter Rundschau am Dienstag.

Dietzenbach

Warten am Roten Platz

Das lange angekündigte Umbaukonzept für den Platz im Herzen der Dietzenbacher Altstadt wird frühestens im Sommer fertig. Die Sanierung wird wegen des schlechten Untergrunds deutlich teurer.

Von Maurice Farrouh

Der Umbau des Platzes am Stadtbrunnen verzögert sich weiter. Das von der Stadtverwaltung im vergangen Jahr für Frühling 2010 angekündigte Konzept zur Sanierung und Aufwertung des Platzes, der seiner farbigen Pflastersteine als "Roter Platz" bekannt ist, werde nun frühestens im Sommer der Stadtverordnetenversammlung vorgestellt werden, sagte Erster Stadtrat Dietmar Kolmer (CDU) der Frankfurter Rundschau am Dienstag.

"Grund für die Verzögerung sind die Ergebnisse der Bodenuntersuchung", so Kolmer. Denn wegen des unsteten Untergrunds werde für die Sanierung jetzt Geld gebraucht, "das weit den Rahmen sprengt". In der Verwaltung laufe nun die "Vorplanung" für ein Konzept an, dass diesen vor knapp einem Jahr gewonnenen Erkenntnissen Rechnung tragen soll.

Weil der Platz zum Teil auf Kellerräumen steht, die nicht abgetragen, sondern nur zugeschüttet wurden, hat sich an zahlreichen Stellen das Pflaster gehoben, an anderen sind Kuhlen entstanden. Um den Platz auf ein solides Fundament zu stellen, muss das Erdreich 1,20 Meter tief abgegraben werden.

Die Gesamtkosten für den Umbau, bei dem auch neue Laternen und Sitzgruppen aufgestellt werden sollen, schätzt die Verwaltung auf 920.000 Euro. Laut Beschluss des Stadtparlaments darf das Projekt allerdings höchstens 750.000 Euro kosten.

Die anliegenden Gewerbetreibenden werden langsam ungeduldig. "Der Zustand des Platzes ist nicht mehr vertretbar", sagt der Vorsitzende des Dietzenbacher Gewerbevereins, Uwe Werkmann. "Es muss dringend etwas passieren", sagt auch Ute Jahns, Inhaberin von "Utes Schenken & Genießen" am Stadtbrunnen.

Mit der Sanierung des Brunnens, die der Lions Club mit einer Spende von rund 11.000 Euro ermöglicht hat, sei ein guter Anfang gemacht. Wichtig ist Jahns, dass die umliegenden Geschäftsleute in die Planung eingebunden werden. Zentral sei außerdem eine kurze Bauzeit. "Wenn wir sechs Monate oder länger eine Baustelle vor der Tür haben, werden einige Geschäfte auf der Strecke bleiben."

Auch Petra Reichenbach, Verkäuferin in der Modeboutique "Augenweide" von Bürgermeistergattin Sabine Rogg, bereitet das Sorgen. "Es wäre gut, wenn der Umbau nicht in den Sommer oder die Weihnachtszeit fällt."

Zumindest mit den Eigentümern der Immobilien will Bürgermeister Jürgen Rogg (parteilos), der gerade im Urlaub weilt, sich bei einem nicht-öffentlichen Infoabend Anfang April unterhalten. Neben den zahlreichen Leerständen soll es nach Auskunft von Stadtrat Kolmer auch um den geplanten Umbau gehen.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare