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Christoph Manus ist Redakteur der Frankfurter Rundschau und für den Kreis Offenbach zuständig.

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Vorhersehbares Desaster

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Die CDU Rodgau ist an einem neuen Tiefpunkt angelangt. Schlechter als am Sonntag kann die Partei in einer Hochburg wie Rodgau kaum abschneiden. Von Christoph Manus

Die Bürgermeisterkandidatin hat selbst nicht an ihren Sieg geglaubt, typische CDU-Wähler haben trotz aller Warnungen und trotz dessen Parteiausschlusses zu ihrem Bürgermeister Alois Schwab gehalten: Die CDU Rodgau ist an einem neuen Tiefpunkt angelangt. Schlechter als am Sonntag kann die CDU in einer Hochburg wie Rodgau kaum abschneiden.

Das Desaster hatte sich bereits abgezeichnet. Die Partei konnte - oder wollte - ihre Anhänger nicht mobilisieren. Schweikart-Paul trat wenig kämpferisch auf, hatte sich mit ihrer Rolle als Zählkandidatin offenbar längst abgefunden.

Die wie ein Mantra wiederholte Botschaft, der Streit zwischen der CDU Nord und der in den südlichen Stadtteilen sei ausgeräumt, war nur ein Pfeifen im Wald.

Das miserable Abschneiden der CDU besonders im Rodgauer Norden zeigt, wie groß die Kluft im konservativen Lager noch ist. Der seit 2006 mit erbitterter Schärfe geführte Streit zwischen Schwab und der CSG auf der einen und der CDU-Fraktion auf der anderen Seite hat das konservative Lager unversöhnlich gespalten - in eine Pro-Schwab und eine Anti-Schwab-Fraktion. Die Schwabianer haben die erste Runde gewonnen.

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