+
Protest gegen die geplante Abschiebung der Familie Khateeb vor dem Dietzenbacher Kreishaus. Die UN-Flüchtlingsorganisation UNRWA mit Sitz in Amman (Jordanien) hat den Flüchtlingsstatus der von Abschiebung bedrohten Dietzenbacher Familie Khateeb bestätigt. In dem Schreiben heißt es, dass die Eltern sowie sieben Kinder bei ihr als Flüchtlinge registriert sind.

Kreis Offenbach

UN-Organisation bestätigt Khateebs

  • schließen

Für die seit vielen Jahren von Abschiebung bedrohte Dietzenbacher Familie könnte dieser Brief die Wende bedeuten: Die Khateebs sind demnach als Flüchtlinge registriert. Von Christoph Manus

Die UN-Flüchtlingsorganisation UNRWA mit Sitz in Amman (Jordanien) hat den Flüchtlingsstatus der von Abschiebung bedrohten Dietzenbacher Familie Khateeb bestätigt. In dem Schreiben heißt es, dass die Eltern sowie sieben Kinder bei ihr als Flüchtlinge registriert sind.

"Damit ist das zentrale Argument, mit dem die Ausländerbehörde die Abschiebung der Familie Khateeb nach Jordanien begründet, eindeutig widerlegt", folgert der Verein Zusammenleben der Kulturen in Dietzenbach, der sich mit anderen für die Khateebs einsetzt. "Der Unterstützerkreis fordert die zuständigen Behörden auf, umgehend die notwendigen Schritte einzuleiten, um allen Familienmitgliedern ein dauerhaftes Bleiberecht auszusprechen."

Man gehe davon aus, dass das Bleiberecht noch vor der Sitzung des Petitionsausschusses des Hessischen Landtags am 22. April erteilt wird. Die Unterstützer verweisen zudem auf ein Rechtsgutachten des Frankfurter Jura-Professors Rainer Hofmann, in dem dieser nachweise, dass die beabsichtige Ausweisung gegen die Europäische Menschenrechtskonvention verstoße.

Weil die Ausländerbehörde des Kreises Offenbach die Familie nicht für palästinensische Flüchtlinge, sondern für Jordanier hält, wurde 2007 der Familienvater abgeschoben. Damals sollte eigentlich die gesamte Familie das Land verlassen. Doch ein Pilot weigerte sich, sie mitzunehmen.

Landrat Oliver Qulling (CDU) versprach am Monatg, "die uns neu vorliegenden Dokumente unvoreingenommen und ergebnisoffen zu prüfen". Es sei schade, dass diese Dokumente nicht schon vorher vorgelegen hätten.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare