Rödermark

Johannishof wird später fertig

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Eigentlich sollten im Januar die ersten Flüchtlinge in das ehemalige Hotel Johannishof einziehen, doch nun ist klar: Der Umbau zur Flüchtlingsunterkunft verzögert sich.

Der Ausbau des ehemaligen Hotels Johannishof zur weiteren Flüchtlingsunterkunft für Rödermark verzögert sich. Im Oktober vergangenen Jahres war Bürgermeister Roland Kern (AL/Grüne) noch davon ausgegangen, dass spätestens im Januar die ersten Asylsuchenden in dem Gebäude an der Gemarkungsgrenze zu Eppertshausen unterkommen können. Daran ist jetzt nicht mehr zu denken. „Noch ist nichts unterschriftsreif“, sagt Kern, und erklärt: „Es ist kompliziert“. Die Stadt habe deshalb eine andere Gemeinschaftsunterkunft im Visier, bei der man früher zu einem Vertrag kommen könne als beim Johannishof.

Ob Ober-Roden eine zweite Sammelunterkunft erhält, oder ob Urberach als Standort geplant ist, war weder dem Rathauschef noch Erstem Stadtrat Jörg Rotter (CDU) zu entlocken. Mit Details wie Ort, Größe und Baubeginn wollen sie noch nicht herausrücken. Das ins Auge gefasste Gebäude dürfte jedoch mindestens so groß sein wie die bestehende Sammelunterkunft an der Odenwaldstraße in Ober-Roden, wo akutell 96 Flüchtlinge untergebracht sind. Das lässt sich aus Kerns Aussage schließen, die Stadt habe für das Jahr 2016 derzeit rund 250 Plätze in Aussicht.

Die Unterbringungszahlen für den Johannishof wurden schon nach oben gesetzt, bevor der Vertrag unterzeichnet ist. Ursprünglich war von bis zu 80 Flüchtlingen, die in dem einstigen Hotel unterkommen sollen, die Rede. Jetzt spricht Kern von 100 Plätzen, jeweils hälftig verteilt. Das heißt: 50 für Rödermark und 50 für Eppertshausen. Beide Kommunen wollen mit dem Eigentümer einen Vertrag abschließen. Dabei sollen die Sozialdezernenten des Kreises Offenbach und des Kreises Darmstadt/Dieburg mit am Tisch sitzen. Das Gebäude, das in den 1990er- und 2000er-Jahren als Asylunterkunft für Menschen aus Russland, Afghanistan und Pakistan fungierte, steht zwar auf Rödermärker Grund, aber die Zufahrt führt über das Gebiet von Eppertshausen. Seit einigen Wochen laufen dort die Umbauarbeiten.

Spenden kann die Flüchtlingshilfe jetzt problemlos annehmen. Der Magistrat hat in seiner Sitzung den Beschluss gefällt, dem Verein einen Raum im Industriegebiet in Ober-Roden zur Verfügung zu stellen, in dem die Spenden gesammelt werden können. Gleichzeitig wird der Verein seine Beratung künftig im Pavillon des Hauses Am Mühlengrund anbieten können.

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