Rödermark

Erster Stadtrat will Bürgermeister werden

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Der CDU-Vorstand nominiert Jörg Rotter als Bürgermeister. Es ist nicht das erste Mal, dass der 43-Jährige kandidiert.

Jörg Rotter versucht es erneut. Der Erste Stadtrat von Rödermark gab am Mittwoch bekannt, dass er in die Fußstapfen von Bürgermeister Roland Kern (AL/Grüne) treten will. So weit war der 43-jährige Christdemokrat im Sommer 2016 schon einmal. Dann zwang ihn aber eine schwere Krankheit, seine Kandidatur zurückzuziehen. Die CDU nominierte daraufhin Carsten Helfmann, den Bürgermeister der Nachbargemeinde Eppertshausen. Er verlor die Stichwahl gegen Kern denkbar knapp, holte 48,66 Prozent aller Stimmen.

Rotters neuer Anlauf für das Bürgermeisteramt erfolgt mit großer Rückendeckung der Parteispitze: 22 von 25 Vorstands- und Fraktionsmitgliedern sprachen sich für ihn als designierten Bewerber aus, zwei enthielten sich der Stimme, einer votierte gegen ihn. Am 23. November fällt die endgültige Entscheidung; dann stimmen die CDU-Mitglieder über den Vorschlag des Vorstands ab.

„Der Bürgermeister hat die stärkere Gestaltungskraft“, begründete Rotter bei seiner Vorstellung am Mittwoch, warum er nicht Erster Stadtrat bleiben will. 

Die Grünen als Koalitionspartner hatten der CDU angeboten, für die Bürgermeisterwahl, die Mitte März 2019 stattfindet, einen gemeinsamen Kandidaten zu stellen. Die CDU lehnte aber ab. „Wir haben jetzt die Möglichkeit, den Bürgermeisterstuhl zu erobern“, sagte Stadtverbandsvorsitzender Ralph Hartung. Seit 2005 wartet die Partei darauf.

Rotter setzte sich gleich einmal mit einer besonderen Idee in Szene: Er will an der Kapellenstraße einen Gefahrenabwehrstützpunkt schaffen, wo Feuerwehr, Ordnungsamt und Polizei unter einem Dach sitzen. „Die dortige Feuerwache muss eh erweitert werden, und wir setzen einfach noch einen Stock obendrauf“, so Rotter.

Bürgermeister Kern hatte in der Vorwoche bekanntgegeben, dass er seine Amtszeit  – wie bei seiner vergangenen Wiederwahl geplant – am 30. Juni 2019 vorzeitig beenden wird.

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