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Das Duell geht weiter

Dass der Ex-CDU-Mann Jürgen Rogg den von vielen als Favorit gehandelten Grünen-Chef überflügelt hat, wird die Dietzenbacher CDU in höchste Alarmbereitschaft versetzt haben. Von Maurice Farrouh

Von Maurice Farrouh

Sie wird ihn einfach nicht los. Kornelia Butterweck muss im Kampf um das Bürgermeisteramt erneut gegen ihren früheren Parteifreund Jürgen Rogg antreten. Zusammen mit der CDU-Stadtverordnetenvorsteherin hat es der parteilose Unternehmensberater in die Stichwahl geschafft.

Für die CDU ist Rogg zweifellos der unangenehmste Gegner. Denn der 47-Jährige, der zuerst selbst für die CDU antreten wollte, die Kampfabstimmung gegen Butterweck aber verlor, hat offenbar auch Teile der CDU-Wählerschaft hinter sich. Das hat der erste Wahlgang gezeigt.

Dabei war Rogg als Außenseiter ohne Unterstützung von Parteien in den Wahlkampf gestartet. Dass er jetzt nicht nur SPD-Kandidat Rainer Engelhardt, sondern auch den von vielen als Favorit gehandelten Grünen-Chef Lothar Niemann überflügelt hat, wird die CDU in höchste Alarmbereitschaft versetzt haben.

Für die Zukunft der Dietzenbacher Politik ist nun wichtig, dass beide Seiten in den verbleibenden Tagen des Wahlkampfs den richtigen Ton treffen. Zwar müssen sie ihre Profile schärfen, und dazu gehören auch Angriffe auf den politischen Gegner. Die dürfen aber nicht so scharf sein, dass sie nur noch verbrannte Erde hinterlassen. Denn falls sich die Wähler am 11. Oktober für Jürgen Rogg entscheiden, müssen sich die CDU und ihr verlorener Sohn wieder zusammenraufen. Gelingt das nicht - und das zeigt ein Blick in den benachbarten Rodgau mehr als deutlich - versinkt die Kommunalpolitik im Chaos.

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