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Maurice Farrouh ist Redakteur in der FR-Redaktion für Stadt und Kreis Offenbach.

Kommentar

Bitte fair bleiben

In Dietzenbach soll eine Satzung her, die klar vorgibt, was muslimische Bauherren dürfen und was nicht. Doch so eine Satzung, wenn sie denn nötig ist, muss fair sein, findet Maurice Farrouh.

Von Maurice Farrouh

Die Ahmadyya sind Kummer gewohnt. Überall, wo die expandierende muslimische Glaubensgemeinschaft in Deutschland neue Gotteshäuser errichten will, schlägt ihr Ablehnung und Protest entgegen. Auch in Dietzenbach hat das Vorhaben, ein Bürohaus zur Moschee zu machen, Bürger und Politik in Aufruhr versetzt.

Nach der CDU, die von der neuen Moschee nicht weniger als den sozialen Frieden bedroht sieht, legen jetzt die Freien Wähler nach. Eine Satzung soll her, die klar vorgibt, was gläubige - und besonders muslimische - Bauherren dürfen und was nicht.

Sicher, Regeln können helfen, Konflikte zu vermeiden. Das gilt etwa beim Thema Parkplätze. Doch den Freien Wählern geht es um weit mehr als das. Sie schüren bewusst die Angst vor dem Islam. Fraktionschef Harald Nalbach sieht nicht nur keinen Platz für Moscheen in Mischgebieten - er würde am liebsten Minarette verbieten. Das hat mit klärenden Vorgaben zur Konfliktvermeidung nichts zu tun. Eher mit Hetze.

Eine Satzung, wenn sie denn nötig ist, muss fair sein. Sie darf nicht den Zweck haben, Minderheiten auszugrenzen.

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