+
Das Haus am Mühlengrund in Rödermark

Rödermark

Betreutes Wohnen auf Akademie-Gelände

  • schließen

Die große Mehrheit der Rödermärker Parteien favorisiert einen neuen Standort für das städtische Altersheim an der Ober-Rodener Straße. Dort könnte ein Neubau als Ersatz für das 1967 gebaute Haus Am Mühlengrund entstehen.

Nach jahrelanger Diskussion über Betreutes Wohnen auf dem Gelände des städtischen Altenwohnheims Haus Am Mühlengrund zeichnet sich jetzt eine breite Mehrheit für eine neue Lösung ab. Wie von der Rödermärker CDU-Fraktion vorgeschlagen, soll ein Neubau auf dem noch von der Berufsakademie (BA) Rhein-Main genutzten Grundstück an der Ober-Rodener Straße entstehen. Diese zieht in einen Neubau am Badehaus.

Damit würde das Problem gelöst, wo die Bewohner des von seiner Einrichtung her nicht mehr zeitgemäßen, 1967 gebauten Hauses Am Mühlengrund während der Bauarbeiten wohnen. Die CDU hält zudem den Standort wegen der Nähe zum Bahnhof, zur Seniorenresidenz und Einkaufsmöglichkeiten für geeignet. Das Grundstück müsste die Stadt allerdings kaufen.

Die Betriebskommission der Kommunalen Betriebe Rödermark schlug in ihrer jüngsten Sitzung noch vor, für die Bewohner zunächst für 700.000 Euro ein Ersatzgebäude im Baugebiet An den Rennwiesen zu bauen, um erst dann den Neubau hochzuziehen. Erster Stadtrat Alexander Sturm (CDU) sagte gestern allerdings, dass auch der Standort Ober-Rodener Straße geeignet sei. Charme hätte besonders, dass die Stadt Zeit spare, weil der Zwischenschritt dann wegfiele.

„Absolut positiv“, findet der Vorsitzende der Anderen Liste, Eckhard von der Lühe, den Vorschlag der CDU-Fraktion. Er sei froh, dass die Bewohner nicht ins Neubaugebiet umziehen sollen. Die Stadt müsse aber darauf achten, dass an der Ober-Rodener Straße ein architektonisch reizvolles Gebäude entsteht.

Auch SPD-Fraktionschef Armin Lauer hält den Standort für geeignet. In einem Zug bauen zu können spare Zeit und Kosten. Zudem könne die Stadt das Grundstück Am Mühlengrund dann verkaufen.

Nach dem gestern von Sturm vorgestellten Konzept des Eigenbetriebs will die Stadt für 5,7 Millionen Euro einen vierstöckigen Neubau mit 43 Wohnungen errichten. Darunter wären zwölf barrierefreie Wohnungen mit 48 und 56 Quadratmetern Größe für je einen Bewohner, 23 rollstuhlgerechte Wohnungen à 62 Quadratmeter für ein bis zwei Bewohner und acht ebenfalls gut für Rollstuhlfahrer geeignete Wohnungen à 73 Quadratmeter für zwei Personen.

Alternativ könnten auch nur 37 Wohnungen und eine Wohngemeinschaft für neun Menschen mit Demenz entstehen.

Miete ab 6,80 Euro kalt

Die Kaltmiete soll zum Teil 6,80 Euro pro Quadratmeter betragen, der größere Teil 8,50 Euro pro Quadratmeter. Bisher liegt die Miete bei 3,20 Euro. Wäre sie kostendeckend, würde sie, so Sturm, aber bereits 8,20 Euro betragen.

Ursprünglich rechnete die Stadt mit Kosten von 7,4 Millionen Euro und einer Kaltmiete von mehr als zehn Euro pro Quadratmeter. Dass sie nun von einem günstigeren Preis ausgeht, liegt laut Sturm zum einen daran, dass sie auf einen Keller verzichten und die Gemeinschaftsräume reduzieren will. Zudem fließe der Verkaufserlös des ehemaligen T&N-Parkplatzes in Höhe von 1,4 Millionen Euro in die Kalkulation mit ein.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare