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Nach den Sommerferien soll es soweit sein. Statt in den Hort oder nach Hause zu gehen, können 170 bis 200 Schüler der Ober-Röder Trinkbornschule bald in einem neuen Gebäude neben dem Altbau zu Mittag essen. Den neuen Bau ziehen Arbeiter derzeit mit Mitteln aus dem Konjunkturpaket von Bund und Land hoch. Im Frühsommer soll Richtfest sein.

Kreis Offenbach

Baustelle Ganztagsschule

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Überall im Kreis werden zurzeit Mensen und Räume gebaut, die die Schulen für den Ausbau der Ganztagsbetreuung. 54 Millionen Euro stehen für 22 Erweiterungen und Neubauten zur Verfügung.

Nach den Sommerferien soll es soweit sein. Statt in den Hort oder nach Hause zu gehen, können 170 bis 200 Schüler der Ober-Röder Trinkbornschule bald in einem neuen Gebäude neben dem Altbau zu Mittag essen. Den neuen Bau ziehen Arbeiter derzeit mit Mitteln aus dem Konjunkturpaket von Bund und Land hoch. Im Frühsommer soll Richtfest sein.

Überall im Kreis werden dieser Tage Mensen und Räume gebaut, die die Schulen für den Ausbau der Betreuung in Richtung Ganztagsschule benötigen, aber auch Sporthallen. 54 Millionen Euro stehen für 22 Erweiterungen oder Neubauten zur Verfügung.

An der Schulanlage Buchenbusch in Neu-Isenburg, der Heinrich-Heine-Schule in Dreieich und der Wilhelm-Leuschner-Schule in Egelsbach entstehen Sporthallen. Neubauten für Mensa und Nachmittagsbetreuung, aber auch zusätzliche Klassenräume, erhalten außer der Trinkbornschule etwa die Carl-Orff-Schule in Rodgau und die Astrid-Lindgren-Schule in Dietzenbach.

Die Rödermärker Nell-Breuning-Schüler bekommen in einem Neubau unter anderem drei neue Musikräume und einen Mehrzweckraum mit Bühne. In Seligenstadt entsteht eine dreizügige Grundschule mit integrierter Sporthalle.

Wie ein "Geschenk des Himmels" sei das Konjunkturpaket auf den Kreis hernieder gekommen, sagt die Erste Kreisbeigeordnete Claudia Jäger (CDU) in einer Zwischenbilanz. "Wir hätten die Erweiterungen und Neubauten sonst nicht so schnell realisieren können." Der Kreis setze auf energetisch optimierte Gebäude und erneuerbare Energien. Die Lindgren-Schule soll etwa eine Photovoltaikanlage bekommen, das neue Gebäude dem Passivhausstandard entsprechen. Die EmmaSchule in Seligenstadt werde gar eine "Modellschule für ganz Hessen", meint Jäger. Sie soll ausschließlich erneuerbare Energie für die Wärme-, Kälte- und Stromerzeugung nutzen.

Jäger betont, dass das Konjunkturpaket dem heimischen Handwerk zugutekomme. Mehr als 45 Prozent der Aufträge seien an Unternehmen aus dem Kreisgebiet vergeben worden, weitere 38 Prozent an Firmen aus anderen Gegenden Hessens. Die Wirtschaftsförderung habe die Kreishandwerkschaft immer aktuell über laufende Ausschreibungen informiert. Grundsätzlich fordere man bei beschränkten Ausschreibungen vorrangig Unternehmen aus der Rhein-Main-Region zur Auftragsabgabe auf.

Die Kreishandwerkerschaft sieht das Ergebnis weniger positiv. Der Anteil der an Firmen im Kreis vergebenen Aufträge könnte höher sein, meint Geschäftsführer Helmut Geyer. Im Main-Kinzig-Kreis seien es seiner Darstellung nach um die 80 Prozent.

Gegenüber den Zahlen beim PPP-Schulbauprogramm sei es aber diesmal besser gelaufen, sagt Geyer. Damals seien nur zu 30 Prozent Handwerksunternehmen aus dem Kreis Offenbach zum Zuge gekommen. Deshalb habe die Kammer auch "intensive Gespräche" mit dem Kreis geführt. Die Kommunikation sei inzwischen besser geworden, lobt Helmut Geyer.

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