Seniorenstift

Wohlfühlen heißt die Devise

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Seniorenstift „An der Rodau“ in Urberach bietet 108 Pflegeplätze.

Eine breit geschwungene Theke aus braunem Holz, darauf der goldene Schriftzug „An der Rodau“. Im neuen Seniorenstift an der Ober-Rodener-Straße umfängt den Besucher sofort Wohlfühlatmosphäre: Leise Musik im Hintergrund, freundliche Mitarbeiter, die zur Begrüßung eilen.
Ein „Haus der vierten Generation“ nennen die Betreiber vom Artemed-Konzern die im Dezember bezogene Anlage, die gestern im Beisein von Bürgermeister Roland Kern (Andere Liste) offiziell eröffnet wurde. Für rund neun Millionen Euro entstand in 15 Monaten Bauzeit ein Haus, das 108 Bewohner in 92 Einzel- und acht Zweibettzimmern aufnehmen kann und zudem zehn Kurzzeitpflegeplätze anbietet.

„Wir möchten, dass die Bewohner soweit wie möglich am Leben draußen teilnehmen“, sagt Geschäftsführer Philipp Hünersdorf zum Konzept. Die unmittelbare Nachbarschaft zum Fachmarktzentrum und Theater Nedelmann sei deshalb sehr erwünscht. Auch in der Nähe zu zwei anderen Senioreneinrichtungen, der Residenz am Badehaus und der künftigen Wohnanlage der Caritas, sehen die Artemed-Mitarbeiter kein Problem. Die Ansätze seinen verschieden genug, um Konkurrenz auszuschließen.

Während Residenz und Caritas den Schwerpunkt auf betreutes Wohnen legen, ist das Stift „An der Rodau“ für Menschen mit Pflegebedarf reserviert. Es gibt 28 Plätze für Demente, die weglaufgeschützt sind.

25 Menschen wohnen im Stift

Die vier Etagen sind durch unterschiedliche Farben gekennzeichnet und wiedererkennbar. Es gibt offene Küchen, in denen die Bewohner an der Zubereitung ihres Essens selbst mitwirken können. Die Servicemitarbeiter kümmern sich auch darüber hinaus um die Bewohner, spielen mit ihnen oder lesen vor. Es gibt Gruppen und Ausflüge, um den Alltag abwechslungsreich zu gestalten. Ärzte, Therapeuten, Fußpfleger und ein Friseur kommen ins Haus. Eine Wellness-Masseurin verwöhnt die Bewohner mit Aroma-Bädern.

35 Mitarbeitende sind in Pflege, Verwaltung, Hauswirtschaft und Technik eingesetzt. Dazu kommen zwei Azubis. Bis zur vollen Auslastung des Hauses, werde ihre Zahl auf etwa 70 steigen, sagt Einrichtungsleiter Thorsten Roch. „Die Fachkraftquote liegt bei 90 Prozent – darauf sind wir stolz.“
Zur Zeit wohnen 25 Menschen im Stift, vorwiegend aus der Region. Es gebe 35 unterschriebene Heimverträge und 50 weitere Interessenten. „Wir haben immer auch kurzfristig etwas frei“, versichert Roch. Und die Plätze seien durchaus bezahlbar. Die Leitung des Hauses berät auch bei der Finanzierung: „Wir finden immer eine Lösung“, sagt Roch.

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