Rödermark

Ort des Lächelns

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Die Urberacher wünschen sich einen „Wohlfühlmittelpunkt“ für ihren Stadtteil. Vorschläge, wie das Leben in Urberach attraktiver werden könnte, und was sie selbst dazu beitragen können, haben nun knapp 50 Bürger in der bereits dritten Zukunftswerkstatt für Rödermark ersonnen.

Urberach verändert sich. Die Berufsakademie Rhein-Main hat ihren schmucklosen Flachbau an der Ober-Rodener-Straße gegen ein schickes eigenes Domizil hinter dem Badehaus eingetauscht. Auf dem zuvor genutzten Gelände lässt die Caritas eine Einrichtung für betreutes Wohnen errichten, gegenüber entsteht ein neues Alten- und Pflegeheim.

Nachdem zuletzt das Zentrum Ober-Rodens im Mittelpunkt der Planungen stand, rückt nun auch in der Stadtpolitik die Gestaltung Urberachs zunehmend in den Fokus. Gerade erst haben die Stadtverordneten den Magistrat mit großer Mehrheit beauftragt, Vorschläge zu machen, wie die Mitte des 11500 Einwohner zählenden Stadtteils attraktiver, aber auch sicherer für Fußgänger und Radfahrer werden kann. Nach Ansicht von CDU und Anderer Liste sollte die Stadt zudem erwägen, ein leerstehendes Haus an der Bahnhofstraße gegenüber der Kirche aus städtebaulichen Gründen zu kaufen.

Vorschläge, wie das Leben in Urberach attraktiver werden könnte, und was sie selbst dazu beitragen können, haben nun knapp 50 Bürger in der bereits dritten Zukunftswerkstatt für Rödermark ersonnen. Ihr Blick richtete sich dabei in erster Linie auf den innerörtlichen Bereich rund um Gallus und Häfnerplatz sowie auf die Grünfläche am Entenweiher.

Dieser eigentlich wunderbare Park, der städtebaulich das alte Urberach mit dem durch Blocks geprägten Seewaldgebiet verbindet, müsse mit mehr Leben gefüllt werden, damit er attraktiver wird, sagte Rita Groß, die die Ergebnisse von einer der drei Arbeitsgruppen vorstellte. Dort könnte ein Bewegungsparcours entstehen, ein öffentlicher Bücherschrank, wie es ihn seit Kurzem im Breidert gibt, aufgestellt werden.

Weiher als Ort für Kultur

Bürgermeister Roland Kern (Andere Liste) teilte die Einschätzung, dass der Park noch nicht genug bekannt sei, verwies aber auch auf das Vorhaben der Vereine Alternatives Zentrum und Kunst in Rödermark diesen als Ort für Kultur zu etablieren. Die Kommunikation zwischen dem Altort und dem später entstandenen Wohngebiet könne sich noch verbessern. Das Stadtteilzentrum Schillerhaus habe dabei bereits eine wichtige Funktion inne.

Das Zentrum des Stadtteils, das derzeit noch stark unter Verkehrslärm leidet, sollte sich nach Ansicht der beteiligten Bürger zu einem verkehrsberuhigten „Wohlfühlmittelpunkt“ entwickeln, dessen Bewohner mit einem Lächeln punkten. Das Image Urberachs sollte „ein Ort der freundlichen Menschen“ sein, sagte Karl-Heinz Neuser für eine weitere Gruppe.

Peter Netz machte für die dritte Gruppe klar, dass nicht nur der Verkehr auf den Durchgangsstraßen störend für viele Urberacher ist. So rasten Autofahrer etwa die Straße Im Jochert im Südwesten des Stadtteils rauf und unter, ohne Rücksicht auf rechts vor links zu nehmen. Bisher sei kaum zu spüren, dass der rollende Verkehr in Rödermark kontrolliert wird.

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