Langen

Busse sind nicht seniorengerecht

Eine Umfrage fördert viel Kritik älterer Bürger am Nahverkehr zutage: Ärger gibt es vor allem über hohe Stufen, fehlenden Platz für Rollstühle und Rollatoren und kurze Haltezeiten, die betagten Fahrgästen das Ein- und Aussteigen schwer machen.

Von Maurice Farrouh

Welche Themen bewegen Menschen über 60 in Langen? Eines ist auf jeden Fall die Mobilität. Das hat eine repräsentative Umfrage der Stadt ergeben. Viele ältere Bürger ärgern sich demnach beim Busfahren über hohe Stufen, fehlenden Platz für Rollstühle und Rollatoren und kurze Haltezeiten, die betagten Fahrgästen das Ein- und Aussteigen schwer machen.

Gewünscht werden unter anderem günstigere Fahrkarten für Senioren und die bessere Anbindung von Wohngebieten – auch abends und am Wochenende.

280 ausgefüllte Fragebögen konnten die städtischen Mitarbeiter des Fachdienstes demografischer Wandel und Senioren in die Auswertung einfließen lassen. Fachbereichsleiterin Marita Scheer-Schneider ist zufrieden. „Mehr als die Hälfte der ausgesandten Fragebögen kam ausgefüllt zurück und ermöglicht uns einen guten Einblick in die Bedürfnisse der Menschen über 60“, sagt sie.

Um ein repräsentatives Ergebnis zu erhalten, wurden bei der Auswahl der Befragten zahlreiche Faktoren berücksichtigt, darunter Alter, Geschlecht, Stadtteil und Migrationshintergrund. Gefragt wurde unter anderem nach Themen wie Wohnsituation, Mobilität und Unterstützung im Alltag. Viele Befragte wollen bis ins hohe Alter in ihrer Wohnung bleiben und wünschen sich Strukturen, die ihnen das ermöglichen.

Die Ergebnisse der Befragung sollen in einen neuen Seniorenplan einfließen.

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