Kreis Offenbach

Kreis Offenbach: Busse fahren vorerst weiter

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Der Mutterkonzern der BRH Viabus hat Insolvenz angemeldet, das könnte auch Linien im Kreis Offenbach betreffen. Doch der Betreiber gibt Entwarnung.

Das britische Verkehrsunternehmen Metropolitan European Transports (MET) hat Insolvenz angemeldet. Davon könnte auch die in Speyer ansässige Tochter BRH Viabus GmbH betroffen sein, die Linien in Neu-Isenburg betreibt.

Viabus gab jedoch einer Meldung der „Offenbach Post“ zufolge bekannt, den Linienbusbetrieb vorerst weiterführen zu wollen, und das nicht nur im Kreis Offenbach. Auch in Bad Vilbel im Wetteraukreis, wo die Speyerer Viabus seit 2010 die Stadtbusse betreibt, soll der Betrieb vorerst weitergehen.

Gegen die BRH Viabus wurde immer wieder der Vorwurf laut, mit Dumpingpreisen Ausschreibungen zu gewinnen. In der Kritik steht zudem nicht selten die Qualität. 2018 stand das Unternehmen wegen der Schülerverkehre im Main-Kinzig-Kreis in den Schlagzeilen, weil Schüler etwa an Haltestellen stehengelassen wurden. In Nidderau zog sich BRH Viabus nach Monaten zurück, weil sich die Probleme massiv häuften und mutmaßlich nicht abgestellt wurden. Dazu zählten Verspätungen und Ausfälle sowie Fahrer mit unzureichenden Sprach- und Ortskenntnissen.

Auch in Neu-Isenburg gab es Beschwerden über Viabus, etwa wegen mangelnder Sauberkeit und fehlender Ansagen. Die Stadtwerke Neu-Isenburg setzen deshalb auf einen neuen Betreiber. Ab dem 1. Juli übernimmt Becker Bus aus Langen. (sun/pz)

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