Beteiligung

Bürger sollen ihre sportlichen Wünsche äußern

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Die Stadt Dietzenbach hat ein Institut mit einem Sportentwicklungsplan beauftragt. Dabei ist eine breite Mitwirkung der Bevölkerung erwünscht

Dietzenbach hat Sportstätten, die in die Jahre gekommen sind, kann aber gleichzeitig nur kleines Geld ausgeben. Ein Sportentwicklungsplan soll nun dafür sorgen, dass das begrenzte Budget richtig eingesetzt und gleichzeitig nicht am falschen Ende gespart wird. Die Dietzenbacher dürfen bei der Planung ein gewichtiges Wort mitreden.

5000 bis 6000 Bürger ab zehn Jahren werden in den kommenden Tagen Post von der Stadtverwaltung mit einem Anschreiben und einem Zugangscode erhalten. Sie gehören zu den zufällig Auserwählten, die an einer repräsentativen Online-Befragung zum Thema Sport in Dietzenbach teilnehmen sollen. Darüber hinaus will das von der Stadt für 50 000 Euro beauftragte Institut für Kooperative Planung und Sportentwicklung (IKPS) aus Stuttgart eine offene Befragung anbieten, in die sich jeder, der möchte, online einklicken kann. Für wenig Internetaffine soll auch ein schriftlicher Fragebogen auf den Weg gebracht werden. Schulen und Sportvereine sollen ihre sportlichen Wünsche und Vorstellungen ebenfalls äußern.

Die Stadtverwaltung habe sich auch explizit eine Begehung im Spessartviertel gewünscht, sagt Wolfgang Schabert vom IKPS, um in Interviews zu erfahren, was sich in dem Quartier mit den Großwohnanlagen verändern soll.

In den Sommerferien werden die Antworten ausgewertet. Danach macht sich eine 30- bis 35-köpfige Planungsgruppe an die Arbeit. Darin sitzen Vertreter aus Politik, Verwaltung und Sportvereinen, aber auch aus Schulen, Kindergärten, Volkshochschule, Behindertenarbeit, offener Jugendarbeit, sowie Senioren- und Ausländerbeirat. Die Planungsgruppe wird fünfmal tagen und schließlich 50 bis 60 Handlungsempfehlungen erarbeiten, die über einen Zeitraum von acht bis zehn Jahren sukzessive in Angriff genommen werden können.

Zehn bis zwölf Monate werde es dauern, bis die Handlungsfelder präsentiert werden können, schätzt Schabert. Eine reine Sportstättenentwicklung sei aber „deutlich zu kurz gesprungen“.

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