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Metzgermeister Hermann Kahn (links) und sein Geschäft am Leuschner-Platz.

Langen

Buchvorstellung über jüdisches Leben in Langen

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Drei Historiker haben die Zeit zwischen 1704 und 1938 erforscht und ihre Ergebnisse als Buch veröffentlicht.

Drei Historiker aus Langen haben laut einer Mitteilung der Stadt das jüdische Leben in der Stadt zwischen dem Ende des 17. Jahrhunderts und 1938 erforscht; das Ergebnis ist ihr Buch „Vergessene Nachbarn – Juden in Langen 1704 bis 1938“.

Gabriele Klein, Gerda Werner und Herbert Walter stellen ihre Recherche in einer Lesung am kommenden Freitag, 8. November, um 19 Uhr im Museum „Altes Rathaus“, Wilhelm-Leuschner-Platz 3, vor. Der Eintritt ist frei.

Das Buch
Das Buch „Vergessene Nachbarn – Juden in Langen 1704 bis 1938“ gibt es über den Verlag Books on Demand für 15,99 Euro.

Die Publikation wird von der „Initiative Stolpersteine für Langen“ unterstützt. Sie zeigt laut Ankündigung der Stadt, wie jüdische Männer und Frauen über Jahrhunderte die Stadtgeschichte bereichert haben und wie tief sie in der Gesellschaft vor Ort verwurzelt waren. Die Autoren beschreiben ihr Leben und berichten, was aus ihnen geworden ist.

1678 wurde laut Stadt mit Mose von Langen urkundlich der erste Jude in der Stadt erwähnt. 1933 lebten zwischen Spitzem Turm und Bahnhof 24 Familien mit 77 Mitgliedern, nur 34 überlebten den Holocaust. Seit 1876 besitzen die Langener Juden einen eigenen Friedhof und seit 1902 eine Synagoge, die unter großer Anteilnahme der Bevölkerung eingeweiht worden sei. 1903 gründete der Jude Bernhard Kahn mit Freunden den 1.FC Langen 1903.

Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 wurden Juden auch in Langen schikaniert, verfolgt und ermordet. Die ersten Opfer in Langen waren Georg und Karl Simon, die mit ihrer Mutter ein Schuhgeschäft führten. 

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