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Der salon: Matze Deibel (l.), Katharina Schmitt und Niels Mankel.

Langen

Vom Kracher zum entspannten Groove

Der Black Cat Music Salon spielt in der Region umgewandelte Metal-Klassiker. Die Verwandlung tut den alten harten Weisen ausnahmslos gut.

Von Juliane Mroz

Wenn sie einen Metal-Klassiker in den Fingern hatten, dann ist er nicht mehr wiederzuerkennen – auf eine gute Art. Black Cat Music Salon aus Langen nehmen sich Musik von Judas Priest, Black Sabbath, Ozzy Osbourne und anderen vor und verwandeln sie in Bar Metal. Den Namen für das Genre haben sich Sängerin Katharina Schmitt, Gitarrist Matze Deibel und Bassist Niels Mankel selbst ausgedacht. Bei ihnen klingen die Kracher sanft und groovig, anregend und zugleich entspannt. „Manchmal hören wir ein Lied und denken, das will doch eigentlich ein Blues sein oder ein Reggae, und dann machen wir das so“, sagt Mankel.

Seit drei Jahren spielen sie bartauglichen Akustikmetal; Auslöser war Mankels Hochzeit vor drei Jahren. „Ich dachte, endlich mal Leute, für die ich Musik machen kann und die nicht flüchten können.“ Er engagierte Schmitt, die damals seine Kollegin war, und Deibel, den er über einen gemeinsamen Freund kannte.

„Erst probierten wir es auf die laute Tour, aber wir merkten bald, das passt nicht auf die Hochzeit“, erzählt Mankel. Also arrangierten sie um, nahmen Akustikgitarre und -bass statt E-Instrumenten – und begeisterten ihr Publikum so sehr, dass gleich weitere Auftritte folgten.

Ein Hobby namens Band

Die drei Musiker betrachten die Band als Hobby. Über schöne Auftrittsangebote freuen sie sich dennoch. „Im Jahr 2012 sind wir achtmal aufgetreten, zweimal davon im Kickers-Stadion“, sagt Deibel, „die Gage haben wir gleich in Studioaufnahmen investiert.“

Nicht nur die Musik beeindruckt die Zuhörer. „Niels erzählt Geschichten zu den Liedern“, berichtet Schmitt. Zum Beispiel, wie er und Deibel als Teenager ihren ersten Plattenspieler auspackten, um Metal zu hören. Dass es sich bei den Liedern ursprünglich um Metal handelt, würden manche Zuhörer erst nach einer Weile merken. Wie harte Metaller kommen die schwarzen Katzen jedenfalls nicht rüber. Manchmal sähen sie zusammen ein altes Musikvideo an und amüsierten sich, sagt Schmitt. „Wenn man sieht, wie ernst die sich genommen haben und wie unernst wir uns nehmen, das macht einfach Spaß.“

Black Cat Music Salon spielen am heutigen Freitag, 9. November, ab 20 Uhr im Theater Schöne Aussichten auf dem Dietzenbacher Wingertsberg, Jungfernwingertstraße 5. Eintritt: 8,50 Euro.

www.blackcatmusicsalon.com

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