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Die Stadtbibliothek Neu-Isenburg bei Nacht in einer Langzeitbelichtung des Stadtfotografen Uwe Brendel.
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Die Stadtbibliothek Neu-Isenburg bei Nacht in einer Langzeitbelichtung des Stadtfotografen Uwe Brendel.

Neu-Isenburg

Bilder von finsteren Stunden

  • Sigrid Aldehoff
    VonSigrid Aldehoff
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Der neue Stadtfotograf in Neu-Isenburg, Uwe Brendel, ist fasziniert von Nachtaufnahmen.

Es gibt ja die unterschiedlichsten Wege, sich einer Stadt anzunähern. Beim neuen Stadtfotografen Uwe Brendel führte die Sympathie für Neu-Isenburg über die Stadtbücherei. „Das ist wirklich eine Vorzeigeeinrichtung“, schwärmt er. Die Nachtaufnahmen, die der Leser, IT-Spezialist und Fotograf von der Bücherei gemacht hat, waren ein Grund für das Forum zur Förderung von Kunst und Kultur, Brendel auszuwählen. Seine Aufgabe ist es, „Neu-Isenburg in seinen Facetten durch Fotografie erlebbar zu machen“.

„Seither bin ich etwas nervös“, sagt Brendel. Er hat sich Arbeiten seiner Vorgänger, besonders die aktuelle Ausstellung der Stadtfotografin 2013, Martina Schmitt, im Haus zum Löwen angesehen. „Das Niveau ist hoch“, sagt er anerkennend. Deshalb sei die Berufung für ihn „Herausforderung, aber auch Auszeichnung“.

„Mein erstes Foto habe ich mit der alten Kamera meiner Mutter gemacht, als ich mit dem Kindergarten im Wuppertaler Zoo war“, erinnert er sich. Das war Anfang der 1960er Jahre. Während des Studiums vertiefte er das Hobby und professionalisierte es, als die Digitaltechnik aufkam.

Nach Neu-Isenburg kam der in Eppstein wohnende IT-Spezialist, als er hier 2002 für eineinhalb Jahre ein Projekt bei einer Leasing-Bank übernahm. Sein erster Eindruck stammte noch von einer Fahrradtour, bei der er auf der Frankfurter Straße herauskam: „Quadratisch, praktisch, gut.“ Als er nun regelmäßig in der Stadt zu tun hatte, hier Freundschaften schloss, ging er auch in die Stadtbücherei. Nach Feierabend lieh er sich Lektüre aus, lernte die Einrichtung immer mehr schätzen und wurde schließlich auch Mitglied im Förderverein. Als er Büchereileiterin Jutta Duchmann fragte, ob er in den Räumen Fotos ausstellen könnte und Nachtaufnahmen der Bücherei zeigte, schlug sie ihm die Bewerbung zum Stadtfotografen vor.

In Neu-Isenburg will er nun vor allem im Dunkeln ein Jahr lang mit Kamera und Stativ auf Motivsuche gehen. Auf Nacht-Fotographie und Langzeit-Belichtungen hat er sich spezialisiert, dafür Workshops in alten Industriegebieten im Ruhrgebiet besucht. Bei Städtereisen mit Frau und Tochter ziehe es ihn abends immer noch mal hinaus, um Langzeitaufnahmen von interessanten Gebäuden zu machen, erzählt er.

Als Stadtfotograf wolle er zunächst „die Klassiker wie IZ, Grüner Baum oder den Lokschuppen“ vor die Linse nehmen. „Vor allem das Rathaus ist eine echte Herausforderung“, hier will er versuchen, „Licht und Leben hineinzubringen“.

Die Ausstellung der Stadtfotografin 2013, Martina Schmitt, ist bis Montag, 7. April, im Haus zum Löwen freitags von 14 bis 17 Uhr, samstags, sonntags und an den Feiertagen von 11 bis 17 Uhr zu sehen.

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