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Bezahlbare Wohnungen

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Von: Annette Schlegl

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Architektenwettbewerb für Fünf-Millionen-Projekt geplant. Keine Schadstoffe im Boden.

Die Stadt Rodgau hat den Architektenwettbewerb für sich entdeckt. Nach dem Familienzentrum am Alten Weg und dem Mega-Baugebiet zwischen Jügesheim und Hainhausen soll nun auch ein Bauprojekt zwischen Mühl- und Dudenhöfer Straße in einem Architektenwettstreit entstehen. 70 000 Euro Preisgeld will die Stadt ausloben und erschwingliche Wohnungen schaffen.

Der Stadt gehört an der Mühlstraße in Jügesheim ein gut 3000 Quadratmeter großes Grundstück, das für fünf Millionen Euro mit mindestens 30 Wohneinheiten bebaut werden soll. Die Wohnungen sollen für Menschen aus der unteren Mittelschicht sein – im teuren Rhein-Main-Gebiet eine immer größer werdende Bevölkerungsgruppe. „Wir planen aber keinen sozialen Wohnungsbau“, macht Erster Stadtrat Michael Schüßler (FDP) klar.

Im April hatten die Stadtverordneten den Aufstellungsbeschluss für das Baugebiet „Mühlstraße Süd“ gefasst, nachdem dort Bodenproben genommen worden waren. Das Gelände, das noch dicht bewachsen ist, stand im Verdacht, mit Altlasten verseucht zu sein. Die Schadstofferkundung verlief aber negativ. Da die Häuser stadtbildprägend sein werden – sie werden am Entree von Jügesheim stehen –, sollen „die besten Konzepte miteinander in Wettbewerb treten“, so Schüßler. Einzeln stehende mehrstöckige Häuser oder eine Gebäudezeile, Parkplätze oder Tiefgarage, Barrierefreiheit – das alles müssen die Architekten so lösen, dass die Stadt das Wohnen nicht subventionieren muss, sondern „eine schwarze Null herauskommt“, so Schüßler. Schließlich gebe es für bezahlbaren Wohnraum nicht das eine universal gültige Konzept.

Bis zum Frühjahr 2018 müsste der Bebauungsplan aufgestellt sein. Dann könnte in etwa einem Jahr der Architektenwettbewerb starten.

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