Die Bürgerinitiative Fähre fordert eine Zusammenkunft aller Beteiligten, damit das Schiff bald wieder den Main überquert.
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Die Bürgerinitiative Fähre fordert eine Zusammenkunft aller Beteiligten, damit das Schiff bald wieder den Main überquert.

Mühlheim/Maintal

Am besten eigenes Fährpersonal ausbilden

  • Annette Schlegl
    vonAnnette Schlegl
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Die Bürgerinitiative Fähre Mühlheim-Maintal will sich nicht mit dem möglichen Ende des Fährbetriebs abfinden und macht einen Vorschlag zur Wiederinbetriebnahme.

Betreiber der Mühlheimer Mainfähre könnten doch zukünftig durch eine eigene Ausbildung rekrutiert werden. Diesen Vorschlag macht nun die Bürgerinitiative „Fähre Mühlheim/Maintal“, nachdem der Kreis Offenbach als Eigentümer der Fähre bekanntgab, dass der einzige Bewerber für die Fähre ungeeignet sei.

Der Interessent aus der Region, der die Main-Verbindung zwischen Mühlheim und Maintal wiederaufleben lassen wollte, betrieb bisher keine Fähre und konnte kein geeignetes Personal finden. Daran scheiterte die Übernahme, die eigentlich am 1. April avisiert war.

Der Kreis Offenbach, der Main-Kinzig-Kreis, sowie die Städte Mühlheim und Maintal könnten doch einen gemeinsamen Zweckverband für die Ausbildung von Fährpersonal gründen, schreibt die Bürgerinitiative in einer Pressemitteilung. Auch ein Ausbildungsverbund sei eine Möglichkeit.

„Da alle Beteiligten immer wieder die Wichtigkeit der Fährverbindung betont haben, wäre dies ein realistischer Schritt, aus der immer noch verfahrenen Situation herauszukommen“, finden die Aktiven aus Mühlheim und Maintal.

Die Bürgerinitiative ist „schlicht entsetzt“, dass das Ende des nunmehr 116-jährigen Fährbetriebs nahe sein könnte und will sich nicht damit abfinden. Alle Beteiligten müssten sich an einen Tisch setzen, um die jetzige Situation gemeinsam einzuschätzen. Das BI-Sprecherteam macht dabei unmissverständlich klar, dass sie erwarten, nun auch an diesen Beratungen beteiligt zu werden.

Um die Wiederaufnahme des Fährbetriebs zu ermöglichen, seien Gelder investiert worden, schreibt die BI. Seit Herbst 2017 sind rund 90 000 Euro in das Schiff und die dazugehörige Hochseilanlage geflossen; damals wurde dem alten Pächter wegen Sicherheitsmängeln gekündigt. Es sei deshalb „mehr als angebracht“, sich über neue Lösungen aus dem Dilemma Gedanken zu machen.

Einen eventuellen Verkauf der Fähre lehnt die Bürgerinitiative entschieden ab. Der weitere Betrieb des Schiffes sei auch aus Gründen des Klima- und Umweltschutzes dringend geboten. Bürger aus den beiden Anrainerkommunen müssen teilweise große Umwege in Kauf nehmen, um den Main zu überqueren.

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