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Der erste Tag im neuen Haus: Studierende bereiten sich auf eine BWL-Prüfung vor.

Rödermark

Berufsakademie ist umgezogen

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Der 2,8 Millionen Euro teure Neubau der Berufsakademie Rhein-Main bietet deutlich mehr Platz. Vom Wintersemester 2012/2013 an bietet die Berufsakademie zudem einen dritten dualen Studiengang an: Internationale Betriebswirtschaftslehre kombiniert mit Außenwirtschaft.

Zufällig fährt am neuen Domizil der Berufsakademie Rhein-Main in Rödermark sicher niemand vorbei. Das gestern von den Studierenden bezogene zweistöckige Gebäude mit schwarz-weißer Fassade steht gut versteckt am Ende einer Sackgasse zwischen dem Urberacher Badehaus und den Dreieichbahn-Gleisen. Noch sind Handwerker im 2,8 Millionen Euro teuren Haus, stehen ein Tischfußballgerät und ein Flipchart, auf dem „Herzlich Willkommen“ zu lesen ist, etwas einsam in der Aula.

Doch die Studierenden wirken bereits überzeugt. Viel größer, schöner und moderner sei es, sagt etwa Daniel Kunkel, der sich in einem der Seminarräume mit einigen Kommilitonen auf eine BWL-Prüfung vorbereitet. Martin Adler, der für sein duales Studium in Wirtschaftsinformatik extra aus Rostock herzog, gefällt zum Beispiel, dass er seinen Laptop jetzt direkt unter dem Tisch einstöpseln kann. Alles sei zudem viel geräumiger als im nur fünf Minuten Fußweg entfernten bisherigen Gebäude, findet auch er.

„Wir haben jetzt das Doppelte an Platz und einen wesentlich höheren technischen Standard“, sagt Bernd Albrecht, der Geschäftsführer der Berufsakademie Rhein-Main. Dazu zählt er etwa die Heizungsanlage, die, sobald es in einem Raum sehr warm ist, die heiße Luft in die kühleren Räume pumpt. Das größte Gebäude biete Platz für 400 Studierende und die Option, es nach zwei Seiten hin so zu erweitern, dass sogar 800 Menschen dort dann einen Abschluss erlangen können.

Außenwirtschaft als Neuheit

Vom Wintersemester 2012/2013 an bietet die Berufsakademie schließlich einen dritten dualen Studiengang an: Internationale Betriebswirtschaftslehre kombiniert mit Außenwirtschaft. „Wir wollen der Berufsakademie einen stärkeren internationalen Touch geben“, sagt Albrecht. Teile der neuen Lehrveranstaltungen würden in Englisch gehalten. Solch ein Studium gebe es in dieser Struktur in Hessen bislang noch nicht.

Albrecht hat aber noch weitere Pläne, wie sich die Berufsakademie weiter entwickelt könnte. So kann er sich etwa einen Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen vorstellen, aber auch ein duales Angebot für den Bereich frühkindliche Erziehung. Ein weiteres Geschäftsfeld, auf dem sich die Berufsakademie engagieren wolle, sei das berufsbegleitende Studium, das es ermöglicht, in den Abendstunden einen Bachelor-Abschluss zu erlangen. Anbieten wolle die Berufsakademie in ihren neuen Räumen zudem Fach- und Führungsseminare.

Mit dem nun sehr attraktiven Gebäude und der guten qualitativen und quantitativen Entwicklung habe die Berufsakademie aber nicht zuletzt auch die Basis gelegt, „um den nächsten Schritt zu gehen“, sagt Albrecht und meint eine mögliche Umwandlung in eine ordentliche Hochschule, die dann auch Master-Abschlüsse vergeben könnte. Diese Option werde man in den nächsten ein bis zwei Jahren intensiv prüfen.

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