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Die Asklepios-Klinik in Langen.

Asklepios-Klinik

Langen: Eckpfeiler für den Ausbau der Asklepios-Klinik

Die Asklepios-Klinik in Langen soll ausgebaut werden. Nun sind die Eckpfeiler der Baumaßnahmen bekannt. 

Eingerüstete Gebäude und ratternde Baumaschinen: Der Asklepios-Konzern investiert derzeit rund 3,5 Millionen Euro, um die Zentrale Notaufnahme seiner Klinik in Langen zu erneuern und zu erweitern. Das soll’s aber noch nicht gewesen sein: Der Krankenhausbetreiber will auch südlich der Röntgenstraße wachsen. Die Klinik für Psychische Gesundheit will dort expandieren, auch das zentrale Bettenhaus sowie die Verwaltung sollen wachsen, genauso wie die Zentrale für Noteinsatzfahrzeuge. Ein Konferenz- und Schulungszentrum sowie zwei Parkdecks sind ebenfalls vorgesehen. Ein neuer Bebauungsplan soll die Erweiterungen auf dem 3,4 Hektar großen Areal möglich machen, das dem Kreis Offenbach gehört.

Planungssicherheit für die kommenden 10 bis 15 Jahre – das ist der Hintergrund für den neuen Bebauungsplan, den die Stadtverordneten am 14. März beschließen sollen. Der geltende Plan stammt nämlich noch aus dem Jahr 1965, und schon in der Vergangenheit entsprachen einige Projekte auf dem Klinikgelände nicht den Vorgaben, sondern konnten nur über sogenannte Befreiungen umgesetzt werden. „Für eine Befreiung zahlt man nicht unerhebliche Summen an den Kreis Offenbach“, sagt Fachbereichsleiter Carsten Weise, im Rathaus fürs Bauen zuständig.

Klinikzentrum mit zahnmedizinischem Schwerpunkt 

Der neue Bebauungsplan umfasst ausschließlich das Klinikareal südlich der Röntgenstraße. „Für die nördlichen Flächen gibt es noch wenig konkrete Vorstellungen“, sagt Bürgermeister Frieder Gebhardt (SPD). Der Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes hatte das rund drei Hektar große Gelände des ehemaligen Schwesternwohnheims Anfang 2018 erworben. Die medi Park GmbH will dort eine Klinik mit zahnmedizinischem Schwerpunkt, ein Schulungszentrum, Einrichtungen für stationäre und teilstationäre Pflege sowie Wohnmöglichkeiten für Patienten entstehen lassen. Außerdem ist ein zweites Ärztehaus geplant – das erste wurde 2006 auf dem Klinikareal gebaut. „Die Pläne kommen aber nicht mit der Geschwindigkeit voran, wie wir uns das wünschen“, sagt Gebhardt.

Parallel zum Bebauungsplan wurde auch ein Verkehrsgutachten für die Einmündung der Bundesstraße 486 in die Frankfurter Straße erstellt. Die Abfahrt erschließt nicht nur die Asklepios-Klinik, sondern auch das Lettkaut-Gelände in der Nachbarstadt Dreieich, wo der SC Hessen Dreieich beheimatet ist und möglicherweise eine internationale Fußballakademie entstehen soll. „Es muss sichergestellt sein, dass die Kreuzung für diese Vorhaben leistungsfähig genug ist“, begründet Gebhardt das in Auftrag gegebene Gutachten. Das Ergebnis liegt bereits vor: Die Ampelschaltung muss geändert werden, ein Umbau ist aber nicht vonnöten.

Infos zur Asklepios-Klinik 

Im Juli 1968 wurde das „Dreieich-Krankenhaus“ in Langen mit 350 Mitarbeitern eröffnet. Der Kreis Offenbach und das Land investierten damals rund 40 Millionen D-Mark.

2002 gab der Kreis Offenbach das Krankenhaus an den privaten Krankenhauskonzern Asklepios ab. Seitdem wurde die Klinik Schritt für Schritt modernisiert, die Zahl der Mitarbeiter stieg auf 500.

Mit der Privatisierung kamen auch immer mehr Patienten. Aus 10.000 im Jahr 2002 wurden rund 50.000 stationäre und ambulante Patienten im Jahr 2018 – die Psychiatrie nicht eingerechnet.

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