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Beinahe volles Haus am Donnerstagabend bei der zweiten Aufführung von Molieres „Der Bürger als Edelmann“.

Dreieich

Kultur in und rund um die Burg

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In und rund um die Burg Hayn in Dreieichenhain gibt es bei Kunst in der Burg und bei den Burgfestspielen allerhand zu sehen und zu hören.

Egal wie warm es in den nächsten Wochen wird – wer sich in Dreieich vor die Tür traut, dem wird es garantiert nicht langweilig. Denn in und rund um die Burg Hayn in Dreieichenhain gibt es bei Kunst in der Burg und bei den Burgfestspielen allerhand zu sehen und zu hören. Wer schnell war und Glück hatte, konnte sich vielleicht noch ein Ticket für das Livekonzert von Annett Louisan oder die italienische Opernacht bei den Burgfestspielen am Wochenende sichern – beides ist mittlerweile ausverkauft.

Für das Ulrike-Neradt-Trio und ihre Vorstellung „Spötterdämmerung“ am Sonntagmorgen, 11 Uhr, gibt es dagegen noch Karten. Ebenso für Hamlet am kommenden Donnerstag oder die A-Capella-Nacht am Freitag. Das teilt Wolfgang Barth von den veranstaltenden Bürgerhäusern Dreieich, einem Eigenbetrieb der Stadt, mit.

Barth ist sehr zufrieden, wie die Festspiele seit Dienstag laufen. Neun der kommenden Veranstaltungen sind ausverkauft, die Mischung aus „Prominenz und Originalität“, aus Volkstheater, Comedy und Musik von A-Capella bis Musicals gehe wie immer auf. So war schon die erste Aufführung von Molieres „Der Bürger als Edelmann“ in der Version „südhessischen Geplänkels“, wie Barth es nennt, am Mittwochabend gut besucht. Über 700 der 800 Karten waren über die Tickettheke gegangen.

Barth wirbt nun vor allem für einen Künstler, der erst nachträglich, im Mai, ins Programm aufgenommen worden ist und der ihm „besonders am Herzen liegt“: Rainald Grebe. Der wird mit der Kapelle der Versöhnung und zwei Bläserinnen am 3. August anreisen. „Ich kenne keinen deutschen Unterhalter, der dermaßen gut ist“, schwärmt Barth, der ihn zuletzt in der Jahrhunderthalle gesehen hat.

„Wir haben so lange bei der Agentur genörgelt, bis sie das möglich gemacht hat.“ Dabei weiß Barth nicht, welches Programm der Kölner im Gepäck haben wird. „Ich weiß aber, dass es gut sein wird.“ Barth ermutigt die Festspielbesucher, auch für ausverkaufte Veranstaltung nochmal kurzfristig bei der Tickethotline nachzufragen. „Manchmal werden Karten zurückgegeben, die wir dann an der Abendkasse verkaufen.“

In und um die Burg und in der ganzen Stadt finden noch bis Mitte August die Kunsttage der Kunstinitiative Dreieich statt. Dabei dürfte das Projekt Makoko den Besuchern der Burg Hayn zuerst ins Auge springen. Die schwimmenden LED-Objekte der Künstler David Bausch, Ruben Fischer und Yacin Boudalfa auf dem Burgweiher waren schon auf der Luminale 2014 zu sehen und machen auf das mögliche Schicksal des gleichnamigen Stadtviertels der nigerianischen Metropole Lagos aufmerksam.

Und wer die Augen offen hält, wird weitere Kunstobjekte der Freilichtausstellung entdecken, etwa Johannes Kriesches Musenzopf, ebenfalls eine LED-Installation, die vom Burgturm grüßt. Aber auch die Annoköpfe von Tobias Ballweg oder die Tugendhaften Herzen von Tanja Slawik-Hoffmann.

Nicht erst, seit die Burg besonders gut besucht ist, haben die drei spanischen Köche Pedro, Carlos und Juan ordentlich zu tun. Mit der Neueröffnung des alten Restaurants „Burgbeiz“ Anfang Juni habe sie täglich „volles Haus“, sagt Wirtin Susann Kurzhals. El Castillo, die Burg, heißt es nun passend und auf der Karte finden neben wöchentlich wechselnden Gerichten mit Fisch, vor allem Tapas. Kurzhals hat jahrelang in Spanien gelebt, bevor sie in ihre alte Heimat Dreieich zurückgekehrt ist. Mit ihrem Restaurant schließe sie eine Lücke in der gastronomischen Versorgung Dreieichs, sagt sie.

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