Dreieich

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Das Demenzforum lädt vom 2. September bis zum 19. Oktober zu den Demenzwochen ein. Die Stadt schult außerdem ihre Mitarbeiter.

Zwischen 1,6 und 1,7 Millionen Menschen in Deutschland leiden an Demenz. „Tendenz steigend“, sagt Yvonne Walther von der städtischen Seniorenarbeit. Ein Tabuthema sei Demenz zwar nicht mehr, doch gebe es noch viel Aufklärungsbedarf.

Die Stadt will deshalb ihre Mitarbeiter, die mit den Bürgern Kontakt haben, auf den Umgang mit Demenzerkrankten besser vorbereiten und Ausgrenzungen im Alltag begegnen. Mitarbeiter des Bürgerbüros, Ordnungsamts, Infocenters oder der Stadtbücherei erhalten eine spezielle Schulung, die vom Demenz-Support Stuttgart entwickelt wurde.

„Die Schulung ist aber nur ein erster Schritt und soll auch für Unternehmen, Vereine oder Organisationen ein Anreiz sein, ihre Mitarbeiter und Mitglieder ebenfalls schulen zu lassen“, sagt Gabriele Buchwald von der Seniorenarbeit. „Es geht um Teilhabe und darum, die Menschen über eventuell irritierendes Verhalten aufzuklären“, sagt sie.

Die Informationskampagne ist nur eine von mehreren Aktionen, die die Stadt unter der Überschrift „Demenzfreundliche Kommune“ plant. Dreieich habe früh eine Vorreiterrolle in der Region eingenommen, sagt Walther. Schon vor zehn Jahren gründeten Stadt, Sozialdienste und Kirchen das Demenzforum, das vom 2. September an bis 19. Oktober zu den Demenzwochen Dreieich einlädt.

So wird am 4. September von 15 bis 17 Uhr die Autorin und Alzheimer-Referentin Margot Unbescheid in der Winkelsmühle einen Vortrag halten; der Pflegestützpunkt des Kreises informiert am selben Ort am 11. September von 18 bis 20 Uhr über seine Arbeit, oder es gibt einen Workshop zum wertschätzenden Umgang bei Demenz für Angehörige am 14. September von 15 bis 17 Uhr. Zum Thema „Demenz und Partnerschaft“ informiert der Psychologe Michael Gallisch im Bürgertreff Götzenhain am 21. September von 18 bis 20 Uhr.

Gemeinsam mit dem Kreis wirbt die Stadt zudem mit einer Plakataktion für einen würdevollen Umgang mit Betroffenen.

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