Senioren Dreieich

Den Alltag bewältigen

Die Diakoniestation in Dreieich hilft Senioren in der Stadt bei ihren Einkäufen und im Haushalt. Da alte Menschen daneben oft noch weitere Hilfen benötigen, erweitert sie ihr Angebot.

Von Maurice Farrouh

Die Diakoniestation in Dreieich hilft Senioren in der Stadt bei ihren Einkäufen und im Haushalt. Da alte Menschen daneben oft noch weitere Hilfen benötigen, erweitert sie ihr Angebot.

Fast alle Menschen wollen im Alter so lange es geht in ihrer Wohnung bleiben und nicht ins Pflegeheim. Die Diakoniestation mit ihrem Pflegedienst setzt sich dafür ein, dass das in Dreieich möglichst oft gelingt.

Doch oftmals brauchen Betroffene und ihre Angehörigen neben Hilfe bei der ambulanten Pflege noch weitere Unterstützung, um ihren Alltag bewältigen zu können. Deshalb hat der Diakonieverein jetzt sein Angebot erweitert und bietet Hilfebedürftigen eine ganze Palette an Dienstleistungen an – vom Einkaufen über Fahrdienste bis zur Begleitung zum Sport.

„Der Bedarf ist groß“, sagt die Vorsitzende des Diakonievereins, Carin Graeger. Zwei Drittel aller pflegebedürftigen Senioren würden von Angehörigen und anderen Menschen in ihrem sozialen Umfeld gepflegt. „Diese Angehörigen stehen unter großem Druck und müssen oft rund um die Uhr für ihre pflegebedürftigen Verwandten da sein“, sagt Gabriele Brandner, Pflegedienstleiterin der Diakoniestation.

Bereits vor zwei Jahren hat beim Diakonieverein der „familienentlastende Dienst“ die Arbeit aufgenommen. Dabei übernehmen geschulte Mitarbeiter die Betreuung von zumeist demenzkranken Menschen, um deren Angehörigen eine Auszeit zu verschaffen. Neu dazugekommen sind jetzt die Felder „Haushaltsnahe Dienste“ und „Senioren-Aktivitätsbegleitung“. Erstere umfassen Dienstleistungen wie Einkaufen, Botengänge und andere Erledigungen, die den Betroffenen ein selbstständiges Leben ermöglichen. Bei der Aktivitätsbegleitung helfen die Mitarbeiter Senioren dabei, an von diesen selbst gewählten Aktivitäten teilzunehmen – sei es an einer Sportgruppe, einem Bastelkurs oder einem Tanztee. Finanziert werden die Angebote durch einen städtischen Zuschuss, vor allem aber durch die Pflegeversicherung. Die Stundensätze der Helfer liegen zwischen elf und 18 Euro.

Informationen zu den Angeboten des Diakonievereins gibt die städtische Seniorenberatung unter Tel. 06103/601-231 oder Gabriele Brandner von der Diakonie, Tel. 06103/36337.

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