Gezielt sprechen die Beamten ältere Verkehrsteilnehmer in Dreieich an.

Dreieich

Aktion für ältere Fahrer

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Wegen steigender Unfallzahlen sensibilisiert die Polizei bei einem Präventionstag Senioren zu den Gefahren steigenden Alters im Straßenverkehr.

Senioren standen am Mittwoch im Mittelpunkt einer Verkehrspräventionsaktion der Polizei, die auf Parkplätzen im Kreis Offenbach und im Main-Kinzig-Kreis stattfand.

Der Hintergrund: im vergangenen Jahr kam es laut Polizei Südosthessen in der Region alle drei Stunden zu einem Verkehrsunfall, bei dem mindestens ein Beteiligter über 65 Jahre alt war. Zehn Menschen kamen bei diesen Unfällen ums Leben. Insgesamt seien die Unfälle mit Senioren in den letzten zehn Jahren um 40 Prozent gestiegen. 63 Prozent der Senioren hätten die Unfälle selbst verursacht. Um ein Bewusstsein für Gefahr von nachlassender Fahrttüchtigkeit zu schaffen, informierte die Polizei am Mittwoch auf dem Parkplatz am Nordpark Dreieich-Sprendlingen sowie in Maintal auf dem Parkplatz am Globus.

Am Präventions-Mobil und in den Gesprächen erhielten die Interessierten Tipps und Infomaterial, um sicher mobil zu bleiben. Die Beamten waren mit rund 400 Bürgern im Gespräch. Die Aktion kam gut an, findet der Leiter der Polizeidirektion Offenbach, Stefan Kaaden. Ein guter Anfang, um die eigene Fahrtüchtigkeit zu überprüfen, ist laut Kaaden ein Gesundheitscheck beim Hausarzt. Im Internet gebe es Hör-, Seh- und Reaktionstests. Für ambitionierte Autofahrer lohne sich ein Fahrsicherheitstraining.

Diese Trainings werden mittlerweile auch für Fahrrad- und Pedelec-Fahrer angeboten. Nicht selten verursachten die älteren Fahrradfahrer Unfälle, weil sie auf der falschen Fahrbahn, auf dem Gehweg oder entgegen der Einbahnstraße unterwegs seien.

Laut Kaaden interessierten sich auch jüngere Passanten bei der Polizeiaktion für das Thema. Laut Kaaden bemerken oftmals Familienmitglieder oder Freunde die mangelnde Fahrtüchtigkeit zuerst. „Anscheinend darf so manches Enkelkind nicht mehr im Auto von Oma und Opa mitfahren.“ 

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