Dietzenbach

Abstimmung über Städtepartnerschaft verschoben

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In Dietzenbach (Kreis Offenbach) wird eine Städtepartnerschaft mit der chinesischen Millionenstadt Kunming diskutiert. Eine Abstimmung im Stadtparlament wird verschoben. Es gibt noch Klärungsbedarf.

Eigentlich hätten am Freitag die Stadtverordneten über die Aufnahme einer Städtepartnerschaft mit der chinesischen Millionenstadt Kunming abstimmen sollen. Doch wurde der Antrag kurzfristig zurückgezogen. Es gebe bei einigen Fraktionen noch Beratungsbedarf, heißt es. 
Norbert Kern, der die Städtefreundschaft mit Kunming angestoßen hatte, gibt sich aber zuversichtlich, dass noch in diesem Jahr die Zustimmung dafür erfolgt. „In der Sitzung am 14. Dezember wird es so weit sein“, sagt Kern auf Nachfrage der FR. Bürgermeister und Stadtverordnetenvorsteherin unterstützen schließlich das Ansinnen.

Als der Unternehmer und Abenteurer Kern 2009 gemeinsam mit Feibao Jin eine Eisdeckenüberquerung in Grönland unternahm, kam die Idee für eine Städtefreundschaft auf. 2011 wurde schließlich der Freundschaftsvertrag unterzeichnet. Seitdem gab es gerade in kultureller Hinsicht einen regen Austausch, der Kunminger Künstler Luo Xu stellte in Dietzenbach aus, Anfang April war Uschi Heusel mit einer Bürgerdelegation zu Besuch. „Die Heinrich-Mann-Schule ist gerade dabei, einen Schüleraustausch zu organisieren. Für Dietzenbach ist es doch ein Gewinn, dass eine Stadt wie Kunming ihr die Partnerschaft anbietet“, sagt Kern, „darauf können wir stolz sein.“

Gerade für gegenseitige Besuche sei eine Partnerschaft wichtig, sagt auch Bürgermeister Jürgen Rogg (parteilos). „Eine Partnerschaft wird von den chinesischen Behörden höher angesehen als eine Freundschaft, dadurch würde es für Besuche einfacher“, sagt er.

Im Haupt- und Finanzausschuss hatte Erster Stadtrat Dieter Lang (SPD) erklärt, dass die Kosten für eine weitere Städtepartnerschaft aus dem zuständigen Budget zu bestreiten seien. Jüngst aufgekommenen Fragen nach einer Partnerschaft mit der türkischen Stadt Düzbag erteilt Rogg dagegen eine Absage: Einerseits gebe es einen Stadtverordnetenbeschluss, keine Partnerschaft einzugehen, und andererseits keine entsprechende Anfrage. 

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